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Montag, 6. Februar 2017

Einfach gerahmt

Aufgrund von Krankheit geht gerade so gut wie nichts. Da muss man durch als Lurch. Aber ein Bild habe ich noch zu zeigen, das ich vor kurzem in einen Rahmen fügte ... den Fuß der Kamineiche aus dem Urwald an der Sababurg:

Technik: Dry Brush mit schwarzer Ölfarbe
Einfacher alter Holzbilderrahmen ohne Glas, Passepartout aus schwarzem Tonkarton geschitten


Fantasiereiche Naturen können viele Wesen darin entdecken. 

Freitag, 29. Juli 2016

Mal wieder ein bisschen gezeichnet

Ein Sonntagnachmittag auf der Terrasse. Mich überfiel die Lust, mal wieder meine Zeichenstifte in die Hand zu nehmen. Mal sehen, dachte ich, was dabei herauskommt ...

Martina Wald schrieb in ihrem Newsletter (Zitat):

Das Unvorhersehbare beim Zeichnen zulassen 

Ich mag verschmierte Zeichnungen.
Ich mag es, wenn ich beim Zeichnen mit einem weichen Bleistift mit der Handkante die Linien verwische, und sich auf dem weißen Papier um das Gezeichnete herum, graue Wolken aus Graphit ausbreiten.


Mir scheint, als würde das Blatt dadurch auf eine geheimnisvolle Art zum Leben erweckt.

und an anderer Stelle:

"Richtig gut zeichnen kann man nur, wenn man bereit ist,
bei jeder Gelegenheit richtig schlecht zu zeichnen."

Na denn ... bin ich ja auf dem besten Wege ... ich setzte mich einfach hin und fing an. Zeichnete, was ich sah ... schmierte über das Objekt hinaus ... störte mich nicht dran. 

Kirschbaum im Hintergrund mit Stuhl darunter und Pineal Gland (Zirbelkieferzapfen) vor mir auf der Terrasse ...



Mehr zeichnen ...
möchte ich ...
neben
Schreiben,
Stricken,
Gartengestaltung, 
Marmelade kochen,
Lesen,
...

Gestern Abend bin ich in mein nagelneues Kelleratelier gegangen. Endlich nach Herzenslust mit Farben malen! Keine Rücksicht mehr auf einen hellen Teppichboden nehmen müssen. Ein Traum!
Mein nächster Blogeintrag wird davon handeln ...

Donnerstag, 31. März 2016

Faun im Wurzelwerk

Nun versteckt er sich nicht mehr, der Faun im Wurzelwerk. Er schläft selig und völlig entspannt und hat nicht einmal bemerkt, dass ich ihn aufgespürt habe. Er hat es ja auch schön gemütlich am Fuße der alten Kamineiche. Bald ist sein Heim fertiggestellt.
Wenn ich bedenke, dass ich das Papier nach meinen ersten Versuchen, die Wurzel zu malen, frustriert zerreißen wollte, dann aber doch erst eine Nacht drüber schlief ... wie gut, dass ich es auf der Staffelei hängen ließ!

Gute Nacht für heute,
lieber Kaminbaumfaun!

Wir klicken dich jetzt ganz vorsichtig an
und beobachten scrollend,
wie du dich nach und nach zeigst:






Auf jeden Fall ist zu erkennen, dass es ihm gut geht.
Möge es noch lange so bleiben,
mögen vor allem die ignoranten Feuerteufel,
die schon im Urwald wüteten,
ihm fern bleiben.

Dienstag, 29. März 2016

Es reicht für heute!

Zum Durchscrollen das oberste (aktuellste) Bild anklicken!






Dieses Zeichenprojekt empfinde ich als sehr anstrengend. Man muss ja gleichzeitig die groben Formen zu Papier bringen, jedenfalls so, dass man ihre Räumlichkeit erkennt und zugleich auch deren Oberflächenstruktur. Was habe ich mir da bloß ausgewählt? Konnte es nicht etwas einfacher sein?

Den richtigen Grauwert mit dieser Technik zu treffen, ist auch sehr schwierig. Da muss das Verhältnis von Ölfarbe und Leinöl in der Mischung stimmen. Nimmt man zu viel Leinöl zum Verdünnen der Ölfarbe, dann werden die Farben zu blass, das Öl dringt tief ins Papier, trägt aber kaum Pigmente. Nimmt man zu wenig, bleibt die Ölfarbe zu dick, dann bekommt man keine Stufungen damit hin. Das gelingt zwar durch kräftiges Ausstreichen des Pinsels auf dem Küchenkrepp, doch gibt dann der Pinsel nur noch Flächiges ab, Linien, vor allem scharfe Linien sind damit nicht mehr zu zeichnen. 

Für heute ist es genug, es stellt sich kein Flow mehr ein - ich bin müde.

Wenn ich mir das Werk bis jetzt allerdings auf der Staffelei ansehe, bin ich doch entschlossen weiterzumachen.

Die Kamineiche im Reinhardswald

Im Urwald in der Nähe der Sababurg im Reinhardswald steht eine alte Eiche. Weil sie innen hohl ist und im Stamm eine große Öffnung hat wie ein Ofen, nannte man sie auch Kamineiche.



Die knubbelige Wurzelbildung an ihrem Fuß hat es mir angetan. Wenn man auf ihr hochklettert, kann man sogar in die Eiche hineinsteigen.

Die Wurzelmasse eignet sich besonders gut als Motiv für das Üben der Trockenpinseltechnik. Tiefen werden schwarz herausgearbeitet, die Holzstruktur verlangt genaues Hinsehen, Lichter werden mit dem Radiergummi herausgearbeitet oder von vornherein frei gelassen.

Gestern Abend habe ich mit dem Bild begonnen und mich bis zum Schluss auf die Ausarbeitung der linken Bildseite konzentriert.




Man könnte jetzt auch den Mumin in der Mitte als Fantasiewesen herausarbeiten ... ein anderes Mal vielleicht. Bei diesem Bild soll zum Schluss die Wurzel so zu sehen sein, wie ich sie vorgefunden habe. 

Bei diesem Bild habe ich zeitweise diesen wunderbaren Zustand des Flow erlebt. Dieses Einssein von Auge und Hand, das synchron ablaufende Sehen-Zeichnen, bei dem man Raum und Zeit vergisst.

Die Proportionen kann man bei solchen Objekten sogar etwas vernachlässigen und sich daher ganz ungezwungen dem immer besser werdenden Gefühl für die rechten Maße hingeben. 

Heute wird es weitergehen ...