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Mittwoch, 24. Februar 2016

Die Bücher sind da!

Darauf freue ich mich jetzt:

Mit dem linken Buch werde ich heute Abend mein autodidaktisches Studium fortsetzen.
Für das rechte Buch werde ich noch einige Materialien benötigen.
Na dann ...
ich bin dann mal weg. ;-)

Montag, 22. Februar 2016

Wünsche, die in Erfüllung gehen

Zu meinem Geburtstag hatte ich mir von meinen fünf Freundinnen ein Buch zum neuen Hobby, dem Zeichnen gewünscht. Und was bekam ich dann? Einen Einkaufsgutschein für ein Buchgeschäft! Toll, nun konnte ich mir etwas aussuchen.

Was schon lange auf meiner Wunschliste stand, sind diese beiden Bücher:

von Nadja Sasch (Autorin)

Das Zeichnen in der Dry Brush Technique interessiert mich schon länger und ich habe die Methode im Ansatz ja auch schon erprobt. In diesem Buch soll nun dargestellt werden, wie man mit den Schatten beginnt und dann die Feinheiten zeichnet. Außerdem wird nicht nur schwarze, sondern auch farbige Ölfarbe verwendet. Diese Zeichenmethode soll im Osten Europas sehr verbreitet sein. Ich bin sehr gespannt und möchte dieses Buch richtig intensiv durchstudieren.



von Cliff Wright (Autor) 

Von dem zweiten Buch verspreche ich mir, dass ich in Übungen Anleitung zum freieren Zeichnen bekomme. Außerdem geht es darin um das Zeichnen aus der Fantasie. 

Ich freue mich schon so auf das vor mir liegende Studium. Heute habe ich in der Buchhandlung angerufen und beide Bücher bestellt. Morgen früh werden sie schon da sein. Juhu!

Ich werde hier von meinen Erfahrungen berichten.

Donnerstag, 4. Juli 2013

Neue Bücher, Zeitschrift, Zeichenstifte

Für mich eine tolle Neuentdeckung, die Zeitschrift palette & zeichenstift, ein Magazin für Künstler und Kunstinteressierte, das ich sehr informativ und lehrreich finde. Den Inhalt stellt eine Mischung dar aus Technikbeschreibungen, Vorstellung von Künstlern und ihren Werken. Im aktuellen Heft war für mich besonders hilfreich der Artikel von Daniel Rodriguez, der kleinschrittig erklärt, wie man ein Portrait von Salvador Dali zeichnet (blauer Pfeil).


Zu meinem Stiftesatz für monochromes Zeichnen (25 Künstlerstifte mit Kreiden und Zubehör) gesellte sich eine Schachtel mit Zeichentuschestiften in 6 verschiedenen Graustufen.


Ganz besonders freue ich mich auf das Arbeiten mit meinen beiden neuen Büchern, die im oben erwähnten Magazin beworben wurden. Kundenrezensionen bei amazon überzeugten mich von der Qualität der Bücher, so dass ich mir gleich beide bestellte.
Zum Nachlesen:

Besonders das Buch von Heike Kelter scheint für mich hilfreich zu sein, denn das Umsetzen von Objekten aus der dreidimensionalen Realität in die zweidimensionale Flächigkeit will ich unbedingt besser können. Bei "Betty Edwards - Garantiert zeichnen lernen" bin ich an der Stelle im Buch hängengeblieben, wo es um das Zeichnen mithilfe eines Zeichenfensters ging. Mir gelang das nicht, weil ich das Zeichenfenster nicht fixieren kann und weil meine Augen bei nahem Herankommen an den Fensterrand diesen völlig verschwommen sehen. Heike Kelter benutzt kein Zeichenfenster, sondern eine mit Linien bedruckte Folie als Zeichenhilfe. Dabei wird das beschriebene Problem bei mir sicher nicht auftauchen.


Jetzt fehlt mir nur noch ein Anleitungsbuch für Zeitdehnung ... ich möchte so viel lernen. Dazu braucht man viel Zeit ... und die vergeht bekanntlich um so schneller, je älter man wird. 
Sagte doch neulich eine Ärztin zu mir: "Tun Sie endlich das, was Ihrem Herzen entspringt. Soooo viel Zeit haben Sie vermutlich nicht mehr im Alter von fast 60. Wann wollen Sie denn endlich damit anfangen?"
Angefangen habe ich ... mein Herz und überhaupt - meine Gesundheit - möge mir die Zeit dazu schenken!


Montag, 10. Juni 2013

EYE'm free!

Ein neues Bild entsteht ... etwas ganz anderes. Ein Seelenbild, das darstellt, was in mir ist. Ich kann nun völlig unbelastet über meine Zeit verfügen ... LEBENSZEIT! Und ich betrachte die Welt so, wie ich sie mag. Mein Auge schaut hierhin, dorthin, entdeckt die neue Farbigkeit des Lebens, nachdem eine Tür hinter mir ins Schloss gefallen ist. Die Freude macht sich wieder breit. 

Zudem habe ich mir ein Buch aus dem Regal geholt mit dem Titel Richtig zeichnen mit Farbstiften. Irgendwie musste nach den vielen Graustufen mal Farbe her. Mithilfe des Buchs habe ich erstmal meine Farbstiftsammlung studiert. Oh ja, sie ist wirklich brauchbar, denn alle Stifte sind nicht nur hochwertig, farblich differenziert, sondern auch noch mit Wasser vermalbar. Ich legte mir nur 6 Stifte zurecht und begann zu erfinden. Anregung war mir der Deckel des Farbkastens von Brevillier's CretaColor Aquarellstiften

Ich zeichnete ähnliche frei erfundene Flächenformen, die ich mit je einer der 6 Farben ausmalte und ließ dabei auch Ovale frei, die ich beim Vermalen der Farbe mit Pinsel und Wasser einfach mit der Restfarbe aus dem Pinsel übermalte. 
Und was habe ich nun schon so oft gezeichnet? AUGEN! So gestaltete ich die ovalen Felder gegenständlich. Anschließend werde ich zur Verstärkung der Plastizität und der "Straßen" zwischen den Feldern noch die Ränder der Felder mit Bleistift schattieren - so, wie es schon angedeutet bei einigen Feldern zu sehen ist.

Hier das bisherige Ergebnis:


Zum fertigen Bild wird es einen passenden "Seelentext" geben.

Mittwoch, 29. Mai 2013

Anschaffungen

Heute kamen drei Päckchen mit Hilfsmitteln und Literatur zu meinem Hobby. Der Inhalt:

Das abgebildete Buch von Felix Scheinberger hatte ich schon eine Weile auf meiner Wunschliste. Es ist so liebevoll gebunden. Metallecken, Leinenrücken, leuchtend rotes Vorsatzpapier ... allein das macht schon Freude. Aber der Inhalt erst! Beim ersten Durchblättern schlug mein Herz einen Gang schneller und ich freue mich auf den Feiertag (morgen), an dem ich Zeit zum Studieren habe. Hach ... lechz ...

Natürlich gehörte ein leeres Skizzenbuch zum Selbertun dazu!




Für Bilder, die ich als gut gelungen erachte und / oder die ich weitergeben möchte, habe ich mir ein Fixierspray bestellt, das verhindern soll, dass die Oberfläche verwischen kann. Dieses war nicht allzu teuer und wurde als gut beurteilt. Natürlich probiere ich es an einer Kritzelei erst aus, bevor ich es auf das Babyportrait sprühe.




Zu je 1,99 € gab es bei Kaufhof diese netten Einsteckalben für auf Fotopapier ausgedruckte Zeichnungen. So kann ich sie auch in der Handtasche mitnehmen und mit anderen darüber schnacken.





Davon habe ich schon lange geträumt - von einer Staffelei. Es gibt ja eine so unendlich große Auswahl! Meine Kriterien waren:
  • unterschiedlich hoch einstellbar
  • leicht 
  • zusammenklappbar zum Mitnehmen auf Reisen
  • preiswert
Die Wahl fiel auf die Walimex WE-3030 Basicstaffelei aus Aluminium zu 19,99 €. Zwar finde ich optisch eine Holzstaffelei schöner, aber diese ist klein zusammenzuschieben und in dem mitgelieferten Köcher kann man sie unterwegs auf der Schulter tragen. Sie ist wirklich angenehm leicht und lässt sich gut stufenlos sowohl in der Höhe, wie auch in der Neigung verstellen.

Meine Schreibtischlampe stelle ich mir links auf, das Werkzeug liegt griffbereit auf dem Unterschrank des Schreibtischs. Dazu muss mir noch was Besseres einfallen, denn die Zeichenutensilien hätte ich gern rechts von mir auf einem Tischchen oder ähnlichem. Vielleicht baue ich mir aus meinen diversen Holzkisten, die hier und da herumstehen, einfach einen Turm.

Fürs flexible Sitzen habe ich mir meinen Pezziball vor die Staffelei gerollt.



Donnerstag, 2. Mai 2013

Heute aus dem Traum erwacht ... MEIN BUKOLIEN!

In meinem alten Theaterkoffer versteckte sich noch ein bezaubernder Sonne-Mond-und-Sterne-Stoff. Märchenhafte Gefühle überkamen mich ... ja, der passt jetzt zu meinem Zeichenzimmer! Ich legte ihn über das lose an der Wand aufgebaute Regal, entdeckte in meinem Aktenschrank auch noch ein passendes Buch, das noch fast leer ist. Der irgendwann mal darin aufgeschriebene Text (den ich eh im PC gespeichert habe) wurde herausgerissen und nun wartet das Buch auf Skizzen aller Art.
DAS anregende Buch werde ich mir auf jeden Fall auch noch zulegen, denn das lockere Zeichnen bei allen Gelegenheiten möchte ich viel mehr pflegen.

Weil meine Zimmerwand nun so heimelig und lauschig geworden ist, bekommt mein Zimmer einen ganz persönlichen Namen: MEIN BUKOLIEN.
Bukolisch ist ein Synonym für abgeschieden, beschaulich, malerisch, romantisch, friedlich, heimelig, lauschig, verträumt, behaglich, gemütlich, märchenhaft  idyllisch. Hier ist meine Märchenschmiede zuhause, mein Träumeland, meine Ausdruckswerkstatt.
BUKOLIK ist die Hirtenlieddichtung und Hirtenliedkompositionen - Pastoralen - passen zu der Stimmung, die sich in meinem Raum verbreitet. Musik dieser Art ist hier zu hören (ich liebe die Musik von Corelli!). Oder auch hier (Beethovens Musik vom Leben auf dem Land) und ganz besonders hier (bei Bachs Pastorale aus dem Weihnachtsoratorium bekomme ich jedes Mal eine Gänsehaut, habe ich doch das Oratorium damals im Jugendchor zusammen mit der Nordwestdeutschen Philharmonie in der Kirche gesungen). Mehr Links zu Pastoralen am Ende des Posts ...






Auf dem großen Stoff kann ich ganz variabel immer wieder andere Zeichnungen mit einer Stecknadel anstecken, um sie abschließend zu betrachten. Meine ganz persönliche, tägliche Vernissage!



Weitere Pastoralen:
Secret Garden (bezaubernd und sphärisch)
César Franck (auf Orgel)
Louis Vierne (op. 31 auf Orgel)
Eugène Bozza (Piano und Oboe)
Albert Franz Doppler (Flöte und Piano)
Burgmüller (Piano)
Bach BWV 590 (Piano)

Und wer für mich Norwegenfan unbedingt dazu gehört, ist Edvard Grieg:

Morgenstimmung - aus der Peer Gynt Suite Nr. 1

Nun habt viel Freude am Träumen!


Freitag, 19. April 2013

Kurz vorm Ziel

Nur ganz schnell vor dem Schlafengehen mit dem Smartphone eingefangen ... das mysteriöse Objekt. Leider etwas unscharf, zu dunkel ... bessere Darstellungen folgen.


Erkennt man jetzt, was es wird?

Heute kam ein Päckchen mit einem Kasten von Faber-Castell - alles, was man zum monochromen Zeichnen braucht. Verschiedene Graphitstifte, Rötelstifte, Kohlestifte, ein Papierwischer zum Anspitzen ... ich freue mich so!

Außerdem noch ein sehr guter Zeichenlehrgang: Die neue Zeichenschule von Barrington Barber. Ich habe sie mir neulich bei einem Bekannten angesehen, der sehr gut damit gelernt hat und zudem das Preis-Leistungsverhältnis sehr ordentlich fand.

Samstag, 6. April 2013

Allem Anfang wohnt ein Zauber inne


Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.

Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten,
...
Und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen,
Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,
Mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.

... Kleinzitat aus "Stufen" von Hermann Hesse

So, ja genau so empfinde ich mich gerade ... an der Schwelle in einen nächsten RaumAufbruch und Reise zu etwas Neuem. Es ist ein wahrlich zauberhaftes Gefühl, wenn man die Tür aus dem Beruf hinter sich zugehen spürt, sich nicht mehr umdreht, und bereits durch eine neue Tür nach vorn schauen darf. Im Zwischenraum findet das Ordnen, das Neustrukturieren, das Erproben statt. Ich empfinde Dankbarkeit für das, was ich inzwischen aus Überzeugung hinter mir lassen kann. Mein Körper hat so deutlich wie noch nie die Notbremse gezogen. Das selbstgesteuerte Handeln und der Aufbruch ins Neue sind erholsam, führen zu Besinnung, machen neugierig.
Das Bewusstsein öffnet sich, Heiterkeit zieht ins Gemüt und dies fällt auch noch zusammen mit dem in den nächsten Tagen einziehenden Frühling. 

Eindrücke aus meinen äußeren Umgestaltungen, die mich aus der Gewöhnung entheben und zu neuen Horizonten führen:

Meine Stifte, mein Werkzeug - umgezogen aus orangefarbigen,
perfekt kreisrund geformten Keramikbechern
in weiße geknautschte Papiertüten aus Keramik -
es hat so etwas Natürliches und passt
für mein Empfinden besser zur Kunst

Hier ziehen mehr und mehr Kunstutensilien ein,
z. B. verschiedene Papiersorten, Schmierpapier ...

Skizzenblöcke im Unterschrank unter meinem Schreibtisch


Literatur - Zeichenlehrgänge, Biographie und Kunstband über Frida Kahlo,
Zeitschriften mit Motiven zum Zeichnen, Sammelordner für Übungen


Meine beiden Vertreter für Rechts-Hirn-Modus (R=Ringa)
und Links-Hirn-Modus (L=Lupo),
die beim Zeichnen ständig bewusst werden wollen.
Ringa hat bei der konkreten Wahrnehmung natürlich zunächst die Oberhand,
doch Lupo greift anschließend oder währenddessen ordnend ein.

Ringas Kleidchen habe ich übrigens selbst genäht (eine irre Friemelei!)



Weitere Literatur:
Tagebücher und Werke von Johannes Itten (seine Werke LIEBE ich!)
Bücher über Symbole, Farben (Farbenkreis, Grundfarben, Mischungen, Farbenherstellung),
über heilige Geometrie,
außerdem zum Nachschlagen ein großes Lexikon der Malerei

Das Buch über Frida Kahlo habe ich mit Begeisterung in einem Rutsch durchgelesen, mochte es gar nicht mehr aus der Hand legen. Was für ein extremes, schmerzhaftes und bewegtes Leben zwischen politischen Bewegungen und neben einem "gewaltigen" Mann und Künstler (Diego Rivera)! Das Buch  vereint Informatives und Einfühlsames und ließ sich leicht lesen.

Und ganz wichtig für gymnastische Übungen und Sitzwechsel zwischendurch:
Der Gymnastikball in der Ecke - jederzeit greifbar



Und den hole ich mir jetzt ...


Mittwoch, 27. März 2013

Errungenschaften

Heute war ich in Bielefeld bei Thalia und war nach Herumstöbern sehr enttäuscht über das Angebot von Büchern in den Bereichen Kunst und Zeichnen. So etwas in einer so großen Buchhandlung! Trotzdem gingen zwei Bücher mit. Das eine ist das Buch Frida Kahlo - Ein Leben für die Kunst / Rauda Jamis. Ein Buch in Taschenbuchformat, in dem die Lebensgeschichte der von Schmerzen gepeinigten Künstlerin detailliert  beschrieben wird. Das andere Buch heißt Die Kunst des Zeichnens aus dem Topp-Verlag. Dieses Buch lasse ich mir für die Zeit, wenn ich die beiden anderen Lehrwerke durchgearbeitet habe. Didaktisch mangelhaft ... zumindest für Anfänger wie mich. Aber wenn man erste Schritte gut gelernt hat, kann man aus diesem Buch sicher noch manchen guten Tipp bekommen. Auch wird in ihm mal aufgeführt, welches Material man fürs Zeichnen braucht.

Test ... Test ... Test ... wer ist der Prominente?


Heute habe ich x Minuten (Stunden?) am Schreibtisch gesessen, der jetzt viel mehr ein Studier- und Zeichentisch geworden ist. Warum x Minuten? Weil es unmöglich ist, im Rechts-Hirn-Modus wahrzunehmen, wie lange man für eine Zeichnung gebraucht hat. Da müsste ich mir schon im Hintergrund einen Wecker stellen. Es war eine gefühlte Stunde, aber wahrscheinlich war es mehr. 

Bevor man an neue Aufgaben geht, so schlägt Betty Edwards vor, solle man noch zwei Zeichnungen nach auf den Kopf gedrehter Vorlage zeichnen. Eine habe ich heute gezeichnet und dabei ganz bewusst eine prominente Person ausgewählt. Wenn Ihr jetzt erkennt, wer es ist, dann seid nicht IHR gut, sondern  ICH war's beim Zeichnen. Und das finde ich nun total spannend!

Meine eigene Kritik vorweg:

Mir ist die Form im oberen Teil des Kopfes noch nicht so gut gelungen. Sie müsste oben etwas breiter , auch etwas runder sein. Ich habe sie zweimal gezeichnet, müsste also nochmal nachbessern, aber ich will jetzt erstmal testen, ob Ihr den Menschen erkennt. Ich grenze vorläufig mal nicht ein, woher Ihr den kennen müsstet. Wenn Ihr gar nicht drauf kommt, werde ich ein paar Tipps ergänzen. Also ... denn mal los - zurücktreten, wirken lassen ... uuuuund ???


Wenn ich ihn hier im Blog jetzt so anschaue, finde ich auch die Nase ein bisschen zu schief. Sie wirkt auf dem Foto etwas länger und gerader. Der Mund ist ein wenig zu groß, die (auf der Zeichnung) rechte Gesichtsseite unten etwas angedetscht. Der typische Ausdruck dieses Menschen kommt irgendwie trotzdem schon ganz gut raus, finde ich ... aber jetzt sag' ich mal nichts mehr.

Gestern habe ich ganz intensiv nach Literatur zum Thema Zeichnen herumgegoogelt. Dabei las ich über ein Lehrwerk zum Zeichnen, dass es didaktisch sehr schlecht aufbereitet sei, lediglich viele Beispiele von Künstlern zeige. Es lohne sich deswegen nicht, für dieses Werk Geld auszugeben. Dann solle man doch lieber etwas mehr ausgeben, dann aber die beiden einzigen didaktisch hervorragend ausgearbeiteten Werke kaufen ... na, wer sagt's denn .. das eine habe ich ja schon!
Und das zweite Werk? Ich las den Namen, googelte danach, sah das Titelbild - upps! Nee, oder? Es ist Bert Dodson - Meisterschule Zeichnen ... das Titelbild kam mir so bekannt vor. Haben wir das in der Lehrerbibliothek in der Schule stehen? Aber nicht doch ... es steht bei mir zuhause im Bücherregal, ich Trottel! Also habe ich ALLE didaktisch gut aufbereiteten Lehrwerke bereits hier!!! 
Warum in die Ferne schweifen? Sieh, das Gute liegt so nah! (Goethe)
Eines davon: Betty Edwards - Garantiert zeichnen lernen!

Montag, 25. März 2013

Auf dem Kopf zeichnen


Gestern Abend habe ich das Buch "Garantiert zeichnen lernen" von Betty Edwards weiter studiert. Sie vermittelt Kenntnisse über die Arbeitsweise der rechten und linken Hirnhemisphäre, dann folgen Übungen, die einem bewusst machen, dass man nur gut zeichnen lernen kann, wenn man die rechte Hirnhälfte "machen lässt". Die linke Hirnhälfte ist die Seite der Sprache, der Begriffe, die rechte dagegen ist die der ganzheitlichen Wahrnehmung. Damit die linke Hirnhälfte ausgetrickst werden kann, empfiehlt die Autorin, die Zeichenvorlage auf den Kopf zu stellen. So verschwinden die "Kopfgespräche", die ständig versprachlichen, was man sieht. Da dies aber sehr störend beim Zeichnen ist, wo es nur auf genaues Wahrnehmen, genaues Sehen ankommt, kann das Umdrehen der Vorlage die linke Hirnhälfte weitgehend ausschalten. Es wird dann an Beispielen von Studenten gezeigt, wie viel besser man zeichnet, wenn man die Vorlage umdreht.

Es kommt also nur auf das genaue Wahrnehmen der Linien, der Bögen, der Abstände, der Winkel etc. an. Wie gut das geht, wenn man das Hirn durch Umdrehen der Vorlage austrickst, zeigt meine Übung:




Diese Zeichnung habe ich gestern Abend kurz vorm Schlafengehen gefertigt, natürlich mit der umgedrehten Vorlage. Ich habe mir dazu nicht so sehr viel Zeit genommen. Ich müsste es also noch etwas besser hinbekommen können. Beim Vergleich von Vorlage und Original fällt mir wieder auf, dass bei mir der Mensch breiter aussieht, leicht verzogen wirkt, was besonders am Kopf zu sehen ist. Hier zieht der Mensch seine rechte Schulter hoch. Ob es daran liegt, dass er auf dem Kopf wahrgenommen wurde? Mein Rückenproblem sitzt links! Oft ziehe ich zum Schmerzausgleich die linke Schulter hoch. Ob man grundsätzlich Empfindungen von Künstlern in ihren Werken widergespiegelt sieht? Eine Frage, die mich derzeit sehr beschäftigt, der ich auch nachgehe beim Studium des Buches über Frida Kahlo, ihr Leid und ihre Leidenschaft.

Bevor ich das Post schließe, möchte ich Euch noch meinen neuesten Freund vorstellen, my little Rubber Man:

Dieses geniale Radiergummi gehört neuerdings zu meinen Zeichenutensilien. Ursprünglich befand es sich in Quaderform in einem kleinen Plastikkästchen. Man kann es in alle möglichen Formen kneten, vor allem großflächig damit radieren, aber auch Details entfernen. Natürlich habe ich auch noch andere Radiergummis. Jedes für spezifische Zwecke.



Ich beginne ... erste Übungen

So nach und nach entferne ich mich von meinem bisherigen Betätigungsfeld. Zwar ist es noch nicht amtlich, dass ich in den Ruhestand gehe, aber mein Gesundheitszustand spricht Bände, lässt es nicht zu, dass ich mich Stressfaktoren aussetze, wie sie in der Schule den ganzen Vormittag auf mich einwirken. Was wunderbar geht, ist das ruhige Beschäftigen mit Dingen, die ich nach Bedarf unterbrechen kann, die ich mal im Sitzen, mal im Stehen ausüben kann und die mich nicht unter Zeitdruck setzen. Hieß es für mich vorher "Es gibt auch noch ein Leben NEBEN der Schule", so komme ich mehr und mehr zu der Überzeugung, dass ich mich jetzt mit dem Satz anfreunden muss "Es gibt auch noch ein Leben NACH der Schule". So what ... gewöhnen wir uns dran ...

Heute habe ich beschlossen, Einblicke zu gewähren in meine neu entdeckte Möglichkeit, mich auszudrücken. Als ich begann, meine Schulsachen zu sortieren, sie nach und nach aus meinen Regalen zu entfernen, stieß ich auf das Werk "Garantiert zeichnen lernen" von Betty Edwards. DAS Buch gebe ich auf keinen Fall her! Jetzt endlich habe ich Zeit, den Talenten meines Vaters zu folgen, von dem ich leider nur ein Beispiel zeigen kann. Es ist das gezeichnete Konterfei, das mein Vater für meinen Opa anfertigte, als dieser 100 wurde. Es sollte den Titel seiner Geburtstagszeitung schmücken:



Als Student zeichnete mein Vater bereits leidenschaftlich gern. Seine Motive waren amerikanische Filmgrößen, wie Marilyn Monroe oder Rita Hayworth, außerdem Oldtimer und Kriegsflugzeuge. Ich kann mich an Fotos erinnern, auf denen er stolz unter seinen über dem Bett an der Wand aufgehängten Zeichnungen posierte. Leider weiß ich gar nicht, wo diese heute sind. 

So weit mein Vater, der dieses Hobby, dieses Talent leider nie wieder aufgegriffen hat. 

Ich habe mir also den Zeichenlehrgang von Betty Edwards vorgenommen, der mit einigen Vorübungen beginnt, so dass man selbst später vergleichen kann, welche Fortschritte man gemacht hat. Die ersten Übungen ...

Zeichne deine Hand - auf meiner Zeichnung wirkt sie wie gestaucht -
so wie ich mich in der letzten Zeit selbst auch durchweg  fühlte

Vergleich der Proportionen - digital zur Deckung gebracht




Zeichne einen Gegenstand

Vorlage und Zeichnung - digital zur Deckung gebracht





"Mann im blauen Kittel" - mit Buntstiften gezeichnet nach einer Ölmalerei von Johannes Itten

Meiner Version sieht man meine Rückenschmerzen an - der Mann zieht sich links mehr als in der Vorlage





Der Stuhl stand anders im Licht als auf dem Foto - daher passen die Schatten nicht.
Auch er wirkt gestaucht.



Heute sah ich in einer Zeitschrift ein wunderbares Schwarzweißfoto von einer alten Afrikanerin, die blind zu sein scheint. Ich stellte mir eine Tasse feinen Tee auf den Schreibtisch, steckte ein Räucherstäbchen mit Rosenduft in den Halter und fing an zu zeichnen. Es ist eine sehr schwere Aufgabe, denn viele Bestandteile des Gesichts liegen im Schatten. Daher kann man die Nuancen nur durch sehr feines Differenzieren beim Schattieren darstellen. Das heißt, dass die Graustufen durch unterschiedlichen Druck erzeugt werden müssen. Sehr schwierig ...
Ich zeige jetzt nur die begonnene Zeichnung, nicht die Vorlage dazu. Beides zusammen werde ich erst später posten. Was herauskommen sollte, ist
  • das Alter der Frau
  • ihre Hautfarbe
  • ihre Stimmung
  • ihre Blindheit
Es ging mir nicht so sehr um das ganz exakte Nachzeichnen. Hier das bisherige Ergebnis:

Ansonsten beschäftige ich mich mit dem Lebenswerk von Frida Kahlo, die mich deswegen so fasziniert, weil sie erstens wunderschöne, farbige Bilder gemalt hat und zweitens dies bewerkstelligen konnte, obwohl sie schwer krank war. Eine bewundernswerte Frau! Ihr Leben und Werk wird in dem Kunstband FRIDA KAHLO - Leid und Leidenschaft aus dem TASCHEN-Verlag dargestellt, den ich mir vorgestern selbst geschenkt habe.