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Donnerstag, 25. April 2013

Kleine Zeichnung zum Üben


Beim Zeichnen habe ich ein wenig mehr in den Becher hineinsehen können, als es die Kamera tut. Während ich den Becher gezeichnet habe, kam noch Licht durch das Fenster hinter dem Becher. Ich finde es deutlich schwieriger, Realobjekte abzuzeichnen als Fotos von Objekten. Die drei eingeprägten Rundumdellen z. B. hätte ich vom Foto sicher besser erfasst. Die Spiegelungen sahen nicht so aus wie auf dem Foto, weil die Lichtverhältnisse ja anders waren.

Ringa und Lupo sind ganz zufrieden und freuen sich auf die nächsten Buchillustrationen. Dieses Bildchen war nur eine kleine Zeichenübung am Abend.

Heute Morgen habe ich mir ein norwegisches Kinderbuch angesehen, das ich mir im letzten Urlaub zugelegt habe. Ich möchte hier mal zeigen, was Illustratoren können müssen, wenn sie ein Buch bebildern wollen. Ich bin sicher, dass es mir so auch gelingen wird ...


In Kürze werde ich mir solche Körpermodelle bestellen, die es für Mann, Frau und Kind gibt. Daran kann man Körperhaltungen studieren, sie dünn vorzeichnen, um sie dann mit Kleidung etc. zu ergänzen. Die Personen in meinem Märchen möchte ich beim Zeichnen nicht umgehen müssen, weil mir die Körperproportionen nicht gelingen.


Den Becher möchte ich jetzt noch gern in einem Rahmen sehen:



Gesichtsstudien



Ringa:

  • Mir fehlte der richtig gute Flow, weil meinem "Frauchen" der Rücken schmerzte
  • Das Entdecken von realistisch wirkenden Bestandteilen, wenn ich durch unterschiedliches Schattieren Hell-Dunkel-Effekte erzeugt habe, hat mich überrascht
  • Ich finde die Nasen"schleife" so putzig! Das könnte man schön karikieren (wenn man nur karikieren könnte)
Lupo:
  • Auge und Nase sind beide schräger im Gesicht gestellt
  • Das Auge muss dunkler sein
  • Das Auge ist zu rund
  • Der untere Rand hat einen anderen Verlauf
  • Der linke (im Bild rechte) Augenwinkel ist zu weit
  • Der untere Augenrand direkt am Augapfel ist zu stark und auf dem Foto gar nicht zu sehen
  • Der auf der Zeichnung rechte Nasenschatten ist zu hoch gezogen
  • Die Schattierungen sind in ihrer Abstufung nicht stimmig
  • Die Übergänge beim Schattieren müssen weicher sein

ÜBUNG MACHT DEN MEISTER!

Das Baby habe ich fotografiert, um ein Portrait anzufertigen. Das braucht noch erheblich mehr Gespür! Die Mutter würde sich freuen ... aber ich gebe nichts weg, was verfälscht aussieht. Ganz oder gar nicht ...

Mittwoch, 24. April 2013

Noch eine einfache Illustration

Mein Märchen beginnt mit einem Prolog, der die Kernaussage des Märchens vorwegnimmt, zu einer Weisheit verdichtet, um dem Leser anschließend zu ermöglichen, in der Märchenhandlung selbst zur im Prolog vorweggenommenen Erkenntnis zu kommen. Dazu bedurfte es einer weißen Tapete, auf der der Prolog erscheinen soll, denn die Tapete spielt in meinem Märchen die Hauptrolle, dient als Zaubermittel, um das sich das ganze Märchen rankt.
So habe ich flugs ein abgerolltes Tapetenstück gezeichnet, auf dem der Prologtext erscheint:



Die Zeichnung habe ich eingescannt, sie in eine passende jpg-Datei umgewandelt und sie dann - schwupps - in den Hintergrund des bereits in Word geschriebenen Textes eingefügt. So sieht das Ergebnis dann aus:



Ich bin begeistert davon, wie man so etwas heutzutage alles mit dem Computer zusammenfügen kann. Als Kind habe ich immer von solchen Möglichkeiten geträumt - wirklich! Dabei gab es noch nicht einmal die Großrechner, die ich später während des Studiums in der Uni immer bestaunt habe - ganze Säle mit Serien von Schränken. Vermutlich kann mein vergleichsweise winziges Smartphone heute schon bessere Leistungen bringen als solch ein Schrank.

Wie meine Kindheitsträume konkret aussahen und was mich darauf brachte?

Es gab damals so ganz einfache Zaubertafeln wie diese hier (hach, ist die schön, verglichen mit meinem damaligen Spielzeug). Meine war viel einfacher, hatte einen blauen Rand aus fester Pappe und man schrieb oder malte mit einem spitzen Gegenstand darauf. Auch mit dem Fingernagel hat das funktioniert. In der Tafel befand sich als unterste Schicht eine dünne Metallplatte, darauf eine blaue Wachsschicht, dann kam eine Schicht dünnes Pergamentpapier, darauf noch eine durchsichtige Folie. Wenn man nun mit dem spitzen Gegenstand auf der Folie malte, drückte dieser das Pergamentpapier fest auf die Wachsschicht, die sich mit dem Papier verklebte und an diesen Stellen dunkel durch das Papier hindurchschien. Wenn man die Tafel aus dem Papprahmen seitlich herauszog, trennte eine fester Pappstreifen die Pergament- von der Wachsschicht und man konnte die leere Tafel erneut beschriften. Das animierte mich zum Träumen von einem solchen Rahmen, auf dessen Rand es Tasten gäbe, mit denen man alles Mögliche auf der Fläche erscheinen lassen und wieder löschen könnte. Ich erfand in meinen Träumen ein iPad! Die Befehlsfunktionen sind heute sogar tatsächlich teils auf dem Rand untergebracht!

Ebenso träumte ein großer französischer Theologe und Philosoph, Teilhard de Chardin, das Internet voraus. Er nannte es "ein technisches Gehirn für die Welt", sprach von der "Noosphäre". Chardin lebte Ende des 19. bis Mitte des 20. Jahrhunderts!

Zum Thema Internet erlebte ich als GS-Lehrerin eine nette Anekdote:

Im Sachunterricht der vierten Klasse ging es um die Kommunikationsmöglichkeiten während meiner Kindheit. Ich erzählte von Telefonen, die an der Wand hingen, die eine Wählscheibe hatten, dass man von Computern höchstens vage Träume hatte (s. o.) usw., als sich ein Mädchen meldete und fragte:
Also, ich kann mir das ja alles irgendwie vorstellen, aber eins verstehe ich nicht: Wie ist man denn da ins Internet gekommen, wenn es noch keine PCs gab?

Welt ohne PC - so gerade eben noch denkbar - aber das Internet hat doch der liebe Gott am 8. Schöpfungstag erfunden, oder? ;-)

Eine erste Illustration


Diese Zeichnung soll ein von mir geschriebenes Märchen illustrieren. Viele andere Illustrationen werden also noch folgen. Hier lege ich nicht so großen Wert auf absolute Genauigkeit. Es darf ruhig etwas schräg und dilettantisch zugehen. Das unterstreicht die Lebendigkeit des Märchens. Im Text macht sich das Bildchen schon richtig gut - hier ein erster Eindruck:


Hier habe ich heute gelesen, dass man so ein Büchlein bei Kindle selbst veröffentlichen könnte. Eine interessante Möglichkeit ... mit der werde ich mich beizeiten mal beschäftigen. 

Eine Stunde später ...

ich hatte es mir schon gedacht: Es gibt noch viele andere Möglichkeiten, heutzutage ein Buch zu veröffentlichen. Na denn ... nun wird erstmal illustriert ... und vor allem weiter Zeichnen geübt!

Sonntag, 21. April 2013

Gerahmt und fertig zum "Aufhängen"

Soeben fertig geworden ...




Den Rahmen habe ich digital erstellt. Der Hintergrund ist ein Tisch vor einem Fenster. Ich habe den Hintergrund bewusst blass und etwas unscharf gehalten, damit das Objekt im Verhältnis dazu nicht an Struktur und Kontrast verliert.

Solche Krüge findet man häufig als Antiquitäten in norwegischen Bauernhausmuseen auf Langtischen stehen. Ich habe ihn gezeichnet nach einem Foto, das ich ausgedruckt habe, aber als Fotodatei gerade nicht wiederfinde. Die Holzringe, die die senkrechten Holzteile oben und unten zusammenhalten, sind farbig, und zwar rot, grün und hellbraun. Wer solche Sachen mag, kann hier im digitalen norwegischen Museum mehr davon finden.

Lupo (Links-Hirn) meint:
  • Die Zeichnung ist keine fotorealistische Darstellung, was Ringa ja auch nicht wollte
  • Die Schattierungen sind gut abgestuft
  • Das alte Holz kommt gut zum Ausdruck
  • Die komplizierten Details sind gut zu erkennen
  • Mit dem Raster war die Übertragung leichter - für den Anfang okay
Ringa (Rechts-Hirn) meint:
  • Die meiste Zeit war ich gut im Flow
  • Diese Zeichnung hat zwar viel Zeit gebraucht, hat aber sehr viel Spaß gemacht
  • Die Raster haben mich irgendwie gestört - ich mag nicht Malen nach Zahlen oder einfaches Ausmalen und auch das Zeichnen in Rastern empfinde ich als künstlerische Einengung


Freitag, 19. April 2013

Kurz vorm Ziel

Nur ganz schnell vor dem Schlafengehen mit dem Smartphone eingefangen ... das mysteriöse Objekt. Leider etwas unscharf, zu dunkel ... bessere Darstellungen folgen.


Erkennt man jetzt, was es wird?

Heute kam ein Päckchen mit einem Kasten von Faber-Castell - alles, was man zum monochromen Zeichnen braucht. Verschiedene Graphitstifte, Rötelstifte, Kohlestifte, ein Papierwischer zum Anspitzen ... ich freue mich so!

Außerdem noch ein sehr guter Zeichenlehrgang: Die neue Zeichenschule von Barrington Barber. Ich habe sie mir neulich bei einem Bekannten angesehen, der sehr gut damit gelernt hat und zudem das Preis-Leistungsverhältnis sehr ordentlich fand.

Mittwoch, 17. April 2013

Kritzeln bei jeder Gelegenheit

Nichts Besonderes ... beim Frühstück stand die Teekanne vor mir ... rasch den Notizblock vorgenommen, einen Bleistift dazu ... mit dem Butterbrot in der linken Hand ... mit der rechten Hand in einfachem Flow die Teekanne zu Papier gebracht. So was hab' ich noch nie gemacht, könnte aber Gefallen dran finden ...


Hinterher in Ruhe noch ein wenig ausgearbeitet ...



Mein Schatz spielte dieses Mal Lupo und meinte, der Henkel sitze aber nicht an der richtigen Stelle. Das stimmt, spiegelt lustigerweise aber das wieder, was inzwischen am Frühstückstisch passiert war:
Nachdem ich die Kanne ohne Henkel gezeichnet hatte, hat mein Mann die Kanne einmal vom Stövchen genommen, sich eine Tasse eingeschenkt und die Kanne etwas verdreht wieder abgesetzt. Das ist mir aber erst hinterher aufgefallen, nachdem ich den Henkel angezeichnet hatte. Daher sitzt er zu weit vorne ... also doch gut hingeschaut!
Was Lupo noch nicht zusagt, ist der Deckel. Der Knopf sitzt nicht mittig. Auch der Boden wirkt nicht richtig. Tja, es ist halt nur eine Frühstückskritzelei. Dafür kam Ringa dieses Mal voll zum Zuge, denn sie hatte freien Lauf und zeigte ihre Individualität und Spontaneität. Hat Spaß gemacht und wird fortgesetzt!

Kleinschrittig ...

Der mysteriöse Gegenstand entwickelt sich weiter.



So weit bin ich jetzt gekommen. Ich muss schon sagen, das Zeichnen mit Raster ist doch sehr luponisch betont. Das genaue Beachten der Raster verhindert den Flow, den man beim Zeichnen erreichen will. Das Zeichnen bekommt so einen mehr geometrisch-mathematischen Charakter, das Künstlerische wird eingeengt. Bauplaner, Architekten müssen auf diese Weise konstruieren. Somit hat auch das Zeichnen in vorgegebenen Rahmen seine Berechtigung. Ringa (Rechtshirn) kommt bei dieser Vorgehensweise erst dann wieder zum Zuge, wenn ich die Schattierungen ausarbeite. Da geht es um das Erspüren von Hell-Dunkel-Nuancen, um das Anbringen von Lichteffekten, um feine Maserungen ... upps ... jetzt habe ich schon etwas verraten: Der Gegenstand ist aus Holz. 
Mein Ziel ist kein Fotorealismus, sondern eine persönliche "Handschrift", die ich wohl eher ohne Raster entwickeln kann. Trotzdem will ich diese Zeichnung fertigstellen und diese Erfahrung als für den Zeichenlernprozess wertvoll erachten.
Die Maßangaben sind rein luponischer (linkshirniger) Art. Lupo misst, Lupo zählt, Lupo ist ein Pedant.

Hier eine kleine Episode aus meinem luporinganischen Märchen, die erklärt, wie Lupo vorgeht. Vorweg als Erklärung ein paar Fakten über meine (Gleichge)Wichtel(hirnhälften):

Lupo und Ringa ernähren sich von reiner Energie, die sie beide aus ihrer ganz spezifischen Bergkristallkugel "tanken", Lupo aus der Erde, Ringa aus dem Himmel. Nach dem Tanken verteilen sie die Energie, die sie aus ihrer so genannten "Zapfkugel" bezogen haben, in ihrer Umgebung, was ich in Form von Inspirationen und Ansporn in mir wahrnehme. Zum Zweck der Energieverteilung haben Lupo und Ringa sich anfangs direkt voreinander gestellt und mit den kleinen Fingerchen berührt. Dieses von ihnen genannte "Knistern" führte dazu, dass ihre Fingerchen mit der Zeit immer dunkler wurden - sie verkokelten nach und nach. Also mussten sie sich etwas überlegen. Die Energie musste über einen Speicher umgewandelt werden. Wie wir den erwarben, dazu die folgende Schilderung:

Endlich knistern ohne zu kokeln!

Es war ein ganz gewöhnlicher Markttag und ich hatte Ringa und Lupo mal wieder in meine Jackentaschen gesteckt ... schön tief, denn ich wollte ja nicht, dass mich jemand für verrückt hält. Doch, ja, viele Menschen denken das, wenn so genannte Erwachsene zu offen zeigen, dass sie immer noch ein bisschen wie Kinder sind. Dabei sind alle Menschen in ihrem tiefsten Inneren Kinder, nur wollen viele sich dies nicht eingestehen. Schade, nicht? Hauptsache, du und ich – wir wissen, wie schön es ist, noch wie ein Kind fühlen zu können. Neugierig zu sein, verliebt in das doch so aufregende Leben. Nun gut, ich erzähle dann mal, was an jenem Tag passierte.
Nach dem Gemüseeinkauf auf dem Markt hatte ich noch etwas Zeit und ging daher eine Weile in unserem gemütlichen Städtchen spazieren. Als ich die lange Bergstraße hoch ging, fing Ringa plötzlich in meiner Jackentasche an, wild herumzustampfen.
„Was ist denn los?“, fragte ich sie und schaute vorsichtig in die Tasche.
„Lass mich mal rausschauen ... bitte!“, drängelte sie. „Da ist was Knisteriges in der Nähe.“
„Was meinst du denn?“, fragte ich. „Das Papier im Schaufenster hier? Das kann doch wohl nicht dein Ernst sein! Unmöglich, dass du das hörst ...“
Wir gingen gerade am Schaufenster der Buchhandlung vorbei.
„Papier? Kenne ich nicht“, sagte Ringa. „Aber ich verschwunge (luporinganisch für: wahrnehmen) etwas mit meinem Schnüffler (luporinganisch für Nase). Hier in der Nähe ist Knisterenergie.“
Ich ging einfach weiter, denn ich wusste nicht, was Ringa meinte.
„Einsnullnulleins (Lupo zählt im Dualsystem, hier also bis 9) Meter, einsnullnullnull (8) Meter, einseinseins (7) Meter ...“, kam es aus der anderen Jackentasche. Lupo war schon wieder mit Zählen beschäftigt. Offensichtlich konnte er Entfernungen mit einer Art Radarsinn abmessen.
„Stooooooopp!“, schrie er auf einmal, und zwar genau in dem Moment, als er beim Zählen bei Null angekommen war.
„Hier muss es sein!“
Ich schaute mich um. Was konnte er bloß meinen? Neben mir war das Schaufenster eines Bioladens.

Knisterspitze, o wie fein!
Geh mal in den Laden rein!

sang Ringa aus vollem Hals (Ringa ist die Musikalische, die tänzerisch Begabte).
„Knisterspitze? In diesem Bioladen hier?“, fragte ich Ringa, denn ich sah keine Knisterspitze oder irgend etwas, was ich dafür hätte halten können.

Reingehen!
Selber sehen!
Und nicht dumm vor Türen stehen!

Inzwischen hatte ich ja schon oft genug erlebt, wie sensibel meine beiden Schätzchen waren, wenn es um die Befriedigung ihrer Bedürfnisse ging. Ich folgte also einfach Ringas Rat und öffnete die Ladentür.

Oh!
Ein Glöckchen fein
lädt mich in den Laden ein!

sang Ringa begeistert. Na, nur gut, dass niemand anders sie hören konnte. Sonst wäre ich sofort wieder zur Tür hinausgegangen. Schließlich wollte ich nicht für völlig plemplem gehalten werden. Stell dir nur mal vor, du kommst in einen Laden mit einer Türglocke und die Verkäuferin hört von dir den Gesang, den Ringa gerade angestimmt hatte. Ein bisschen gaga, was?, würde die Verkäuferin wohl denken, oder?
Als ich die Tür geschlossen hatte, trat die Verkäuferin hinter dem Tresen hervor und kam auf mich zu: „Guten Tag. Sie wünschen bitte?“




Au weia! Was sollte ich jetzt sagen? Hm ... ich sagte erst mal: “Guten Tag! Schöner Laden, den Sie hier haben.“ Und während ich sprach, kniff ich Ringa von außen durch meinen Jackenstoff. Ich spürte, wie sie reagierte. Sie wanderte in meiner Jackentasche Richtung rechter Ecke. Ich folgte ihr in diese Richtung. Sie sollte wohl wissen, was sie tat. Ich drehte meinen Kopf zur Seite – daaaaa!!! Jetzt erst sah ich, was sie meinte: In einem Regal im Schaufenster leuchtete zwischen vielen wunderschönen Edelsteinen eine Knisterspitze hervor – eine liebevoll geschliffene Bergkristallspitze mit feinen Regenbogeneinschlüssen.
Hier kannst du sie sehen ... im Verhältnis zu Lupo, der sich unbedingt beim Fotografieren daneben stellen wollte.
„Die habe ich von draußen gesehen“, sagte ich zu der Ladenbesitzerin und im selben Moment wurde mir klar, dass ich nicht ganz die Wahrheit gesagt hatte. „Also, nicht richtig gesehen, nein, ich habe geahnt, dass sie so was Schönes verkaufen. Deswegen bin ich ja reingekommen.“
Ja, so war es nicht gelogen. Durch Ringas Spürsinn hatte ich ja geahnt, dass ich hier etwas finden würde, was wir drei brauchten. Inzwischen waren nämlich Ringas und Lupos Näschen und ihre Fingerspitzen vom Nacktknistern (was so viel bedeutet wie Knistern ohne Hilfsmittel) schon ein wenig verfärbt, also leicht angekokelt sozusagen. Auf dem Foto kannst du es sehen.























Lupo kramte unruhig in meiner Tasche herum.


„Ausgürteln (luponisch für: ausmessen) ... hm ... die muss ich erst ausgürteln“, hörte ich ihn murmeln und meine Jackentasche bewegte sich verdächtig. Offensichtlich hatte er schon wieder seinen Gürtel abgemacht. Was sollte ich nur tun? Schließlich war es für meine beiden Schätzchen ja wichtig, dass die Spitze die für sie passende Größe hatte.
„Hmmmm ...“, äußerte ich gegenüber der Verkäuferin. „Ich habe da ein kleines Problem.“
„Ja, bitte?“, meinte sie.
„Also wissen Sie, ich möchte die Bergkristallspitze gern immer bei mir tragen, so als Schutzstein sozusagen. Und zu dem Zweck würde ich sie gern z.B. in dieser Jacke tragen. Darf ich mal probieren, wie sie sich in meiner Tasche anfühlt?“
Die Verkäuferin schaute mich etwas verdutzt an. Hoffentlich dachte sie jetzt nicht, ich hätte nicht alle Tassen im Schrank.
„Na, wenn Sie meinen“, sagte sie. Ihr Blick sagte etwas anderes, und zwar: „Die ist ja wohl nicht mehr ganz dicht.“
„Ich werde sie höchstwahrscheinlich kaufen“, erklärte ich. „Meine Entscheidung hängt nur noch von diesem kleinen Test ab“, und – schwupps – hatte ich den Bergkristall schon in der linken Jackentasche. Geschäftig fing Lupo an, in meiner Tasche mit seinem Messgürtel herumzufuchteln. Ich ließ meine Hand so lange in der Tasche, bis Lupo mir ein Zeichen geben konnte, dass er fertig sei. Auutsch! Da war’s - er kniff mir in den Daumen.
„Palandro (luponisch für: paletti) ... alles palandro“, sagte er.
„Okay, ich nehme sie“, sagte ich schnell zu der Verkäuferin, um ihren Verdacht zu entkräften, ich wolle die Spitze vielleicht geschickt entwenden.
„Und was macht das?“, fragte ich.
„Runde 10 Euro. Soll ich sie als Geschenk verpacken?“
„Nicht nötig, danke“, sagte ich. „Aber ein kleines Tütchen wäre nicht schlecht.“
Aus dem Regal hinter dem Tresen holte sie ein Cellophantütchen hervor und steckte den Kristall hinein. Nun hörte ich ihn auch knistern, wenn es auch nur das ihn umgebende Tütchen war.

Knistertütchen -
oh wie fein!
Doppelt knisternd wird es sein!

„Pssssst!“, sagte ich leise und die Verkäuferin drehte sich um. „Was ist denn?“, meinte sie. „Ich habe doch gar nichts gesagt!“ „Ich auch nicht“, sagte ich.

Und du, lieber Wichtelliebhaber, Du weißt, dass ich in diesem Fall doch einmal ein ganz klein wenig gelogen habe. Aber du hättest es in diesem Moment bestimmt auch getan, oder?

Zuhause wurde natürlich sofort ein zweites Mal geknistert, denn das Nachfrühstücksknistern hatten sich meine beiden ja schon gegönnt, allerdings noch mit nackten Näschen und nackten Fingern. Neugierig, wie sie nun mal sind, mussten sie nun die neue Art zu knistern gleich erproben und konnten nicht bis zum nächsten Morgen warten. Dieses Ritual vollzogen sie dann etwa vier Wochen lang so, bis eine an jenem ersten Knisterspitzentag einsetzende Kette merkwürdiger Ereignisse endlich eine Erklärung fand ...

Montag, 15. April 2013

Zeichnen mit Rasterhilfe - wie Gehen mit Krücken?

Weil ich gern mal ausprobieren wollte, wie genau man ein Objekt mit Rasterhilfe zeichnen kann, habe ich es doch getan, obwohl ich eigentlich auf solche "Stützräder" beim Zeichnenlernen verzichten wollte.  Kann man den genauen Blick, das Eintauchen in den Ringa-(Rechtshirn-)Modus, nicht besser erfühlen und trainieren, wenn man auf solche Hilfsmittel verzichtet? Worin der Unterschied besteht, kann ich allerdings nur erfahren, wenn ich's mal mache. 
Ob richtig gute Künstler wohl auch hier und da mal Raster als Hilfe verwenden?

Hier der Beginn einer größeren Zeichnung - was mag es wohl werden? Vergrößert habe ich im Verhältnis 2:3.


Ich liebe diesen Gegenstand und würde ihn mir gern zulegen, doch weiß ich nicht, wo man diese Antiquität käuflich erwerben kann. Auf jeden Fall müsste es in Norwegen sein. Gesehen habe ich das gute Stück in einem norwegischen Bauernhausmuseum.

Sonntag, 14. April 2013

Trollomi

In Norwegen gehe ich immer auf die Suche nach Wichteln und Trollen. Heute überkam mich die Lust, mal etwas Witziges zu zeichnen. Dabei kam diese Trollomi heraus, die ich in einem Ferienhaus als Figur entdeckte:


Auf diese Art möchte ich locker zeichnen können, und zwar alles, was mir in den Sinn kommt. Nordisches in erster Linie, denn dort wurzelt meine Seele. Alte nordische Bauernhäuser, Gebrauchsgegenstände, alte Möbel ... das würde mir Spaß machen. So wie in diesem norwegischen Fernsehfilm (für ähnlich gepolte Norwegenfans), in dem die Zeichnungen des norwegischen Künstlers Thorbjørn Egner in einem Buch gezeigt und in der Realität aufgespürt werden.

Die Trollomi habe ich allein und in Ruhe nach einem Foto gezeichnet, das ich mir zuvor in Graustufen ausgedruckt hatte. Das Ausarbeiten der Schatten und Strukturen führte ich nebenbei bei einem Telefongespräch aus.

Lupo ist dieses Mal restlos begeistert und freut sich auf ähnliche Ergebnisse, wenn ich ihn mal in Graphit darstelle.

Das Zeichnen von solchen Fantasiefiguren ist natürlich viel einfacher, weil Gesichter dabei auch anders aussehen dürfen, als in der Vorlage. Man kann auch bewusst "Schrägheiten" überzeichnen, was einen besonderen Reiz ausmacht.


Schnelles Selbstportrait

Weil ich täglich üben möchte, dabei aber nicht jedes Mal zur Perfektion gelangen muss, habe ich gestern Abend vor dem Schlafengehen mal erprobt, was inzwischen dabei herauskommt, wenn ich ohne viel Mühe ein Foto abzeichne. Ringa, mein Tanz- und Zeichenwichtel, hat sich dabei total gut gefühlt, war sehr locker und völlig weggetreten, doch mein kritischer Lupo möchte mir wieder Tipps geben.

Doch zunächst die Zeichnung:



  • Dein Gesicht wirkt schräg verschoben, es ist - von dir aus betrachtet - von unten links nach oben rechts zu lang
  • Deine rechte Wange ist unten nicht so tief herabgezogen
  • Deine Nase wirkt zu pummelig
  • Die rahmenlose Brille zu zeichnen war eine schwere Aufgabe, die du schon recht gut bewältigt hast - schau noch genauer hin
  • Die Augen blicken ins Leere, auf dem Foto schauen sie in die Kamera - wie man das besser bewältigt, muss Ringa einfach erproben und mich dabei ständig zu Rate ziehen. Es ist nicht zu erklären, nur zu erproben
  • Die Augen sind zu verschieden - du hast dir nicht genügend Zeit und Ruhe genommen und bist noch nicht geübt genug; dasselbe gilt für den Mund und die Zähne
  • Die Schattierungen sind untereinander nicht stimmig, so ist z. B. das eine Auge viel dunkler als das andere
  • Immerhin ist dein Gesicht als deins zu erkennen - das konntest du vor sechs Wochen noch nicht

Erläuterungen zum Einsatz von Ringa und Lupo, meinen Rechts- und Linkshirn-Wichteln:

Ringa und Lupo akzeptieren die Andersartigkeit ihres Gegenpols und wirken mit dem gegenpolaren Prinzip gemeinsam. Sie sind männlich (Lupo) und weiblich (Ringa). Sie sind analysierend-kombinierend (Lupo) und intuitiv-vertrauend (Ringa), sie sind gestaltend (Lupo) und empfangend (Ringa), rechnend (Lupo) und singend (Ringa). Sie sind Realist (Lupo) und Träumer (Ringa). Sie beziehen ihre Energien aus der Erde (Lupo) und aus dem Himmel (Ringa). Sie stehen stellvertretend für Geist und Materie, für Vater- und Mutter-Prinzip, und in Wahrheit sind sie ein integriertes Ganzes. Ihr gemEINsames Leben ist in einem unaufhörlichen Fluss und von Glückseligkeit gekennzeichnet. Ihre Ausbalanciertheit ist gleichbedeutend mit Harmonie. Momente des Ungleichgewichts dienen ihnen der zunehmenden Bewusstwerdung dessen, wen oder was sie gerade JETZT im großen Zusammenhang darstellen. Pro-Bleme gehen sie gemEINsam durch, als EINheit, die sie sind – und das stets mit Erfolg und neuer Erkenntnis. L (Lupo) steht für die Aktivität der linken Hirnhemisphäre, R (Ringa) für die der rechten. Ringa und Lupo sind mein Gehirn!



Überarbeitung eines Portraits


Das Portrait meines - noch sehr jungen - Vaters habe ich gestern überarbeitet. Lupo setzt sich wieder vor die fertigen Zeichnungen und übt Kritik:


  • Das linke Auge ist nach wie vor zu hoch angesiedelt
  • Die Augen sehen viel natürlicher aus, weil der Schatten realistischer gelungen ist
  • Der Mund ist besser gelungen, doch wirkt er auf der linken Seite ein ganz klein wenig zu kurz
  • Die Struktur der Augenbrauen ist erheblich natürlicher und deutlicher getroffen
  • Das neu gezeichnete Ohr entspricht dem Original besser
  • Die Schattierungen sind deutlicher und feiner ausgearbeitet
Lupo rät:
Lasse das Portrait jetzt so, wie es ist. Wenn du es verbessern möchtest, zeichne ein ganz neues.




Freitag, 12. April 2013

Lustig!



Vorgestern Abend wollte ich mal wissen, wie ich jetzt - nach einigen Abzeichenübungen von Fotos - ein Gesicht aus der Vorstellung zeichnen würde. Ein Fantasiegesicht ... na ja, keine besonders gut gelungene Zeichnung - und doch erheblich besser als meine ersten Versuche.

Beim Betrachten der fertigen Zeichnung musste ich feststellen, dass der Gesichtsausdruck der Frau nachdenklich-melancholisch geworden ist, obwohl ich eine fröhlich lächelnde, eher lustige Frau zeichnen wollte. Ob es wohl stimmt, dass das Unterbewusstsein sich beim Zeichnen viel mehr durchsetzt als der Verstand mit seinem denkenden Wollen? Ringa siegt über Lupo? - Beim Zeichnen scheint es wirklich so zu sein. Der Ausdruck der Frau entspricht derzeit viel mehr meinem Innenleben als das gedachte, gewollte Wunschgesicht.

Am Nachmittag des nächsten Tages - ich hatte einen sehr unangenehmen Vormittag hinter mir - traf ich mich mit Freundinnen zum Basteln von Ketten. Eine von ihnen bietet solche Bastelworkshops an und machte dies mit uns privat. Hier die von mir gebastelte Kette:


Als wir mit dem Basteln fertig waren, zeigte ich meinen Freundinnen meine letzten Zeichnungen. "Das gibt's doch nicht!", rief da die Workshopleiterin. "An den Ohren, das sind ja genau die Spiralen, die Du in Deine Kette gebastelt hast. Was für ein Zufall, dass ich diese Teilchen in meinem Angebotsmaterial hatte."

Als ich versicherte, dass ich an diese Zeichnung bei der Materialauswahl gar nicht mehr gedacht hatte, staunten wir miteinander. Allerdings fliege ich ja auch auf Spiralen.

Zeichenübung Auge

Nachdem mein kleiner kritischer Lupo Uropa Johan Henrich auf der zweiten Zeichnung für besser befunden hat als auf der ersten, ...



... stand nun eine Auswahlzeichnung an - ein Auge. Zu dem Zweck habe ich mir das Foto, das ich mit meinem Smartphone abfotografiert hatte, so groß gezogen, dass die Augen den Bildschirm füllten. Nun konnte ich noch detailreicher zeichnen. Lupo ist sehr zufrieden, möchte aber, dass ich das Bild noch fortsetze, wenigstens das zweite Auge dazu.


Hat Uropa Johan Henrich nicht etwas sehr Verschmitztes im Blick? Ein bisschen wie meine Wichtel ...

Mittwoch, 10. April 2013

Erste kleine Vernissage


Was jetzt schon richtig Spaß macht, auch wenn meine Entwicklung noch in den Kinderschuhen steckt, ist das Ausstellen fertig gezeichneter Portraits. Mein geliebtes altes PhotoDraw-Programm, das es heute nicht mehr gibt, leistet mir dabei treue Dienste. So entstehen die Rahmen einfach aus älteren Mix-Dateien, die ich mir als Referenzdateien im erforderlichen Format abgespeichert habe.
Ich habe sie in der gezeichneten Reihenfolge dargestellt, so dass man die Fortschritte (Danke, Betty Edwards!) verfolgen kann.

Ich bin selbst fasziniert von den Möglichkeiten, die dadurch entstehen, dass man Handarbeit und Technik miteinander verbindet!

Hier die ersten Portraits, die man durch Anklicken noch größer betrachten kann:

gerahmt in den Farben Afrikas




Vater




Dienstag, 9. April 2013

Übung macht den Meister

Gestern wurde es spät. Ich habe mir das Foto von meinem Urgroßvater noch einmal vorgenommen. Nur wer übt, kann sich verbessern. Dieses Mal habe ich auf gutem Zeichenpapier gezeichnet und das Gesichtsoval zunächst gleichmäßig grau getönt. Erst dann habe ich mit den Gesichtszügen begonnen. So etwas habe ich in einem Internet-Zeichentutorial mal gesehen, dessen Adresse ich mir nicht gespeichert habe.

Hier das fertige Portrait - weil's ganz gut gelungen ist, heute mal gerahmt: 



Damit deutlich wird, worin der Übungsfortschritt besteht, hier alle drei Abbildungen im Vergleich:

Klick mich groß!


nimmt die Zeichnung unter die Lupe und erzählt mir:

  • Die Augen stehen enger beieinander, vielleicht aber etwas zu eng
  • Das Augeninnere sieht lebendiger aus
  • Die Nase hast du proportional besser gesetzt
  • Es war sehr schwierig, die schwach strukturierten Partien des Fotos in der Zeichnung darzustellen, das ist dir besser gelungen als beim ersten Mal
  • Die Wangenpartien sind jetzt kürzer und gleichen mehr der Vorlage
  • Durch die vorher gezeichneten Hilfslinien und das Vergrößern im Verhältnis 1:2 gleicht die zweite Zeichnung mehr dem Foto
  • Die Wangen sehen schön plastisch aus
  • Du hast Fortschritte gemacht, aber mich zeichnest du bitte demnächst auch noch einmal neu, ja? 

Beim Zeichnen meines Uropas hatte ich plötzlich ein Gesicht vor Augen, das ich sehr gut kenne. Mein Uropa starb lange, bevor ich auf die Welt kam, aber einer seiner Enkel (nicht mein Vater, sondern ein Cousin von ihm) - heute selbst schon über 80 - lebt noch und sieht seinem Großvater sehr ähnlich. Zeitweise hatte ich das Gefühl, ich würde ihn zeichnen, vor allem im Bereich der Haare und des Haaransatzes.

Lupo stellt Ringa die nächste Aufgabe:
Vergrößere das Foto auf deinem Smartphone so, dass du nur die Augenpartie siehst. Zeichne eine Studie nur von den Augen.


Und ... glaubt es mir:
Gutes Zeichnen ist nur eine Frage des genauen und ungestörten Schauens und Umleitens in die Hand!

Sonntag, 7. April 2013

Urgroßvater Johan


Gestern Abend - es war schon fast Mitternacht - überkam mich eine unbändige Zeichenlust, obwohl ich eigentlich schon ins Bett wollte. So nahm ich mir diesen verschmitzten Kerl, einen meiner Urgroßväter, vor. Sein Gesicht verführt ganz besonders zum Zeichnen, denn es sieht lustig aus, hat viele Falten und Strukturen. Die fertige Zeichnung betrachte ich als eine erste Übung zu diesem ergiebigen Kopf. Lupo, mein Kritiker (mein Linkshirnmodus) beurteilt das Ergebnis.

Lupo meint:
  • Das Gesicht sollte unten im Verhältnis zum Oberkopf schmaler zulaufen (minimal).
  • Die Nase ist zu lang und müsste unten proportional breiter wirken. Überhaupt ist die falsche Nasenstellung und -proportion der größte Störfaktor.
  • Der untere Nasenteil sowie die Augen sollten den auf der Zeichnung hinterher eingefügten schrägen Linien folgen.
  • Die Wangen sind zu lang (passt zur Nasenlänge, die auch geringer sein müsste).
  • Das Kinn müsste etwas länger sein.
  • Die Frisur ist am schwierigsten zu gestalten gewesen, weil sie auf dem Foto überbelichtet ist und daher gedacht werden muss.
  • Das Zueinander der Augen ist nicht passend.
  • Die Schattierung der Mundpartie ist schon recht gut gelungen.
  • Auch ohne Fotovergleich wäre das Gesicht noch nicht in sich gut proportioniert.
Quintessenz:
Noch einmal neu zeichnen!!!
Dabei ein paar zarte Orientierungslinien vorzeichnen.
Noch ein wichtiger Tipp:
Zeichne das Bild beim nächsten Mal mit mehr Zeitreserve, nicht kurz vorm Schlafengehen.
Benutze dieses Mal besseres Papier mit ganz feiner Körnung (das benutzte Papier war glattes Druckerpapier).


Klick mich groß!

Samstag, 6. April 2013

Allem Anfang wohnt ein Zauber inne


Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.

Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten,
...
Und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen,
Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,
Mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.

... Kleinzitat aus "Stufen" von Hermann Hesse

So, ja genau so empfinde ich mich gerade ... an der Schwelle in einen nächsten RaumAufbruch und Reise zu etwas Neuem. Es ist ein wahrlich zauberhaftes Gefühl, wenn man die Tür aus dem Beruf hinter sich zugehen spürt, sich nicht mehr umdreht, und bereits durch eine neue Tür nach vorn schauen darf. Im Zwischenraum findet das Ordnen, das Neustrukturieren, das Erproben statt. Ich empfinde Dankbarkeit für das, was ich inzwischen aus Überzeugung hinter mir lassen kann. Mein Körper hat so deutlich wie noch nie die Notbremse gezogen. Das selbstgesteuerte Handeln und der Aufbruch ins Neue sind erholsam, führen zu Besinnung, machen neugierig.
Das Bewusstsein öffnet sich, Heiterkeit zieht ins Gemüt und dies fällt auch noch zusammen mit dem in den nächsten Tagen einziehenden Frühling. 

Eindrücke aus meinen äußeren Umgestaltungen, die mich aus der Gewöhnung entheben und zu neuen Horizonten führen:

Meine Stifte, mein Werkzeug - umgezogen aus orangefarbigen,
perfekt kreisrund geformten Keramikbechern
in weiße geknautschte Papiertüten aus Keramik -
es hat so etwas Natürliches und passt
für mein Empfinden besser zur Kunst

Hier ziehen mehr und mehr Kunstutensilien ein,
z. B. verschiedene Papiersorten, Schmierpapier ...

Skizzenblöcke im Unterschrank unter meinem Schreibtisch


Literatur - Zeichenlehrgänge, Biographie und Kunstband über Frida Kahlo,
Zeitschriften mit Motiven zum Zeichnen, Sammelordner für Übungen


Meine beiden Vertreter für Rechts-Hirn-Modus (R=Ringa)
und Links-Hirn-Modus (L=Lupo),
die beim Zeichnen ständig bewusst werden wollen.
Ringa hat bei der konkreten Wahrnehmung natürlich zunächst die Oberhand,
doch Lupo greift anschließend oder währenddessen ordnend ein.

Ringas Kleidchen habe ich übrigens selbst genäht (eine irre Friemelei!)



Weitere Literatur:
Tagebücher und Werke von Johannes Itten (seine Werke LIEBE ich!)
Bücher über Symbole, Farben (Farbenkreis, Grundfarben, Mischungen, Farbenherstellung),
über heilige Geometrie,
außerdem zum Nachschlagen ein großes Lexikon der Malerei

Das Buch über Frida Kahlo habe ich mit Begeisterung in einem Rutsch durchgelesen, mochte es gar nicht mehr aus der Hand legen. Was für ein extremes, schmerzhaftes und bewegtes Leben zwischen politischen Bewegungen und neben einem "gewaltigen" Mann und Künstler (Diego Rivera)! Das Buch  vereint Informatives und Einfühlsames und ließ sich leicht lesen.

Und ganz wichtig für gymnastische Übungen und Sitzwechsel zwischendurch:
Der Gymnastikball in der Ecke - jederzeit greifbar



Und den hole ich mir jetzt ...