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Mittwoch, 2. März 2016

Dienstag, 1. März 2016

Vorläufig fertig ...

Was jetzt noch fehlt, sind weitere ausgleichende Veränderungen. Nur Kleinigkeiten. Mir ist das Gesicht im Verhältnis zum Haar vielleicht noch etwas zu ausdruckslos. Aber dazu brauche ich Tageslicht, Zeit und viel Ruhe zum Betrachten.
Bei der Frisur gab es die Schwierigkeit, dass das Glas vor der Fotografie etwas spiegelt, so dass man das Haar stellenweise nicht gut sehen kann. Da war etwas Fantasie gefragt.

Die Signatur wird erst gesetzt, wenn ich absolut nichts mehr ändern will.

Dann muss diese Zeichnung wegen der Kohleanteile noch unbedingt fixiert werden.


SW-Aufnahme - Ausarbeiten der Frisur - 01:23 (= 10:26)

Farbfotografie - die Zeichnung wirkt wärmer (fotografiert unter Deckenstrahlern)

Gute Nacht, liebe S. -  ich hoffe, Du bist bisher zufrieden ... ;-)

Montag, 29. Februar 2016

Schrittweises Vorgehen - man lernt nie aus

Heute habe ich begonnen, mich intensiv mit den Haaren zu beschäftigen. Wie so oft habe ich dabei erst spät etwas entdeckt, was ich davor schon hätte brauchen können, Tipps von "Richy" - ein Video-Tutorial im Internet. Das kann man jedem empfehlen, der diese Zeichentechnik erlernen möchte. 

Ich hatte mit dem Portrait schon begonnen, es wird auch gut, aber nach dem Video wäre ich halt etwas geplanter, logischer vorgegangen. Ein paar Ratschläge konnte ich allerdings bereits umsetzen. Mit dem Ergebnis bin ich bisher ganz zufrieden, werde mich aber noch um weitere Verfeinerung bemühen.

Damit die Fortschritte erkennbar werden, empfehle ich nach dem Lesen dieses Posts - wie immer - das erste Bild anzuklicken und dann mit dem Mausrädchen die Bilder in schneller Folge zu wechseln.

Erstes Anlegen der Frisur mit zuerst harten und zunehmend weicheren Stiften
(Stand von gestern Abend)

Dunkle Stellen anlegen - 00:27 (= 08:47)
Dabei werden die Haare in ihrer natürlichen Wuchsform in Gruppen, darin aber einzeln gezeichnet

Fortgesetztes Ausdifferenzieren - 00:16 (= 09:03)
Ganz dunkle Stellen werden mit Kohle angelegt,
Lichtreflexe mit dem Radiergummi herausgearbeitet.
Unten links ist dieser Prozess schon fast abgeschlossen.

Manches rollt sich bei mir von hinten nach vorne auf. Vieles ist Versuch und Irrtum. Material, das ich mir mal zugelegt habe, entdecke ich erst später wieder, um es einzusetzen.
So ging es mir dieses Mal mit meinem Art & Graphic-Kasten von Faber-Castell. 

In dem erwähnten Videofilm wird der Einsatz von Kohlestiften vorgeschlagen. Kohlestifte - hm ... Kohlestifte? Die habe ich doch? Der Kasten fiel mir ein. Mein PITT Monochrome Set. Da ist er:



Darin fand ich alles, was ich brauche:

Reine Graphitstifte (GRAPHITE PURE 2900) in den Stärken HB, 3B, 6B, 9B

Kohlestifte PITT CHARCOAL medium (beige) und soft (daneben, schwarz)

Das ist alles, was ich für die Frisurzeichnung bisher zusätzlich zu meinen normalen Bleistiften eingesetzt habe. Wie man dabei am besten vorgeht, erklärt Richy in seinen Tutorials viel besser, als ich es hier im geschriebenen Wort darstellen kann.
Und außerdem bin ich hier gerade der Schüler ... ;-)
Immer am Anfang, immer weiter lernend ... so empfinde ich es jedenfalls.

Frisur ganz grob angelegt

Habe ich zum Zeichnen der letzten Details unterhalb des Kinns heute die Goldberg-Variationen von Bach gehört (für mich ist dies eine mathematisch sehr exakte Komposition), so hörte ich beim Anlegen der Frisur, die eher frei gezeichnet werden muss - schließlich kann man nicht alle Haar einzeln zeichnen - Musik von Walter Ross, einem Künstler, der sich dem Zeichnen von Frauen verschrieben hat und der auch Musik komponiert. Sie ist freier, eher sphärisch und entspricht für mich daher mehr dem Zeichnen einer Unmenge von Haaren, die zwar auch in Gruppen geordnet erscheint, aber doch insgesamt eher wild durcheinander erscheint.

Durch die bisher nur blass angelegte Frisur wirkt das Gesicht schon ganz anders, wenn auch gleich erkennbar ist, wie viel Ausarbeitung das Haar noch erfordert. Auch der Übergang zwischen Haar und Gesicht will noch angeglichen werden.

Anlegen der Frisur - 00:25 (= 08:20)


Sonntag, 28. Februar 2016

Es fehlt nur noch die Frisur!

Außer der Frisur ist alles fertig - abgesehen von feinsten Überarbeitungen nach gefühlten 100 weiteren Stunden des Betrachtens, die ich aber nicht mitzähle. Die winzigen Veränderungen dürften jemand anders auch kaum auffallen. Mir schon. Meistens handelt sich um das dunklere Schattieren in kleinen Bereichen, um Anpassungen der Grauwerte, die im selben Verhältnis zueinander stehen sollen wie auf der Vorlage. Feinste Detailarbeit also. Dabei muss ich sehr vorsichtig vorgehen. Zu leicht ist plötzlich eine Stelle zu dunkel geworden, was besonders auf größeren Flächen kaum noch zu korrigieren ist. Radiergummi verursacht immer eine Oberflächenveränderung des Papiers, die sich bei erneutem Überzeichnen bemerkbar macht. 

Kragen, Bluse, Hals, Kinn, feine Überarbeitungen überall - 01:05 (= 07:55)


Nun geht's ran an die Frisur!

Donnerstag, 25. Februar 2016

Frauenportrait - Folge 4 - Kinn, Mund, Hals, Schmuck



Kinn, Mund, Hals, Schmuck - 01:25 (= 06:50)
Mit dem Mund bin ich schon sehr zufrieden, mit dem Kinn noch gar nicht. Das wird noch überarbeitet werden müssen. Auch am Schmuck muss noch was passieren.

Heute passierte etwas Merkwürdiges mit dem Gesicht. Ich empfinde fast schon so etwas wie eine innere Kommunikation mit der Frau. Ich "höre", was sie fühlt oder denkt. Und zwar nur in der Zeichnung. Ob es daran liegt, dass ich sie zeichne? Oder an dem Beruf, den ich ausgeübt habe???

Was ich "höre":
Komm mal her, zeig doch mal! Was hast Du denn da geschrieben (gebastelt, gebaut, GEZEICHNET)? Ich bin so neugierig - zeig schon her!

Diese Neugierde, diese Offenheit im Gesicht empfinde ich auf dem Foto nicht so stark. 

Na, das wäre ja ein Ding ... wenn die Frau durch das Zeichnen lebendiger würde ... ;-)

Mittwoch, 24. Februar 2016

Frauenportrait - Folge 3 - Nase, Mund, Wangen, Kinn

Nase und Mund sind weitgehend fertig, werden natürlich auch immer wieder noch überarbeitet. Der Mund passt noch nicht ganz. Er ist unten im Verhältnis zum Umfeld zu dunkel. Die Nase dieser Frau ist sehr schwierig zu zeichnen, weil sich die Grauwerte sehr ähneln, die Kontraste sind nur schwach. Aber ich denke, es ist so schon fast gelungen.

Nase, Mund und Wangen - 01:30 (= 05:25)


Inzwischen habe ich über die Frau etwas mehr erfahren und ich habe irgendwie jetzt das Bedürfnis, "du" zu ihr zu sagen. Augen, Nase, Mund ... damit "spricht" ein Gesicht schon sehr stark. Alles andere ist dann eher Beiwerk. 
Das Licht ist zum Fotografieren abends natürlich nicht ideal. Mir fehlt die Schärfe ...

Über den Zeitbedarf bin ich nicht erstaunt. Hätte ich vorher geschätzt, hätte ich den Bedarf bis zu diesem Stadium vermutlich recht gut getroffen (ca. 5 Stunden für das Gesicht). Es ist mal ganz gut, mitzustoppen, damit man selbst weiß, wie viel Zeit so ein Werk beansprucht.

Für heute ist Feierabend (was das Bild betrifft). Ich habe noch etwas Schönes vor ... im nächsten Post werde ich es verraten ...

Frauenportrait - Folge 2

rechtes Auge verfeinert - 15:00 (= 02:57)

linkes Auge gezeichnet - 00:58 (= 03:55)
Inzwischen sind alle Bleistifthärten zum Einsatz gekommen. Die Augen werden auch weiterhin betrachtet, betrachtet, betrachtet und dabei werden immer wieder kleine Veränderungen vorgenommen, bis ich zufrieden bin (ich bin es schon fast).

Montag, 22. Februar 2016

Ein neues Frauenportrait

Dieses Mal bin ich anders vorgegangen und will auch anders dokumentieren. Ich will nämlich einfach für mich mal wissen, wie lange ich für so ein Portrait eigentlich brauche. Also lasse ich meine Handystoppuhr mitlaufen. Unter den Bildern werde ich die Zeit jedes Mal angeben, zuerst die Zeit für den aktuellen Arbeitsschritt in Stunden und Minuten (00:00), dann die jeweilige Gesamtzeit in Klammern.

Bei diesem Portrait habe ich zuerst mit einem ganz harten Bleistift (6H) begonnen und alle Umrisse und Innenlinien schwach vorgezeichnet. Das ermöglicht danach eine bessere Orientierung im Bild. Danach habe ich mit immer weicheren Stiften weitergearbeitet, je nachdem, wie stark der Grauwert werden soll. 

Hier der bisherige Prozess:

Raster berechnen und anlegen, Zeichenfläche und Werkzeug vorbereiten - 00:18

Erstes grobes Vorzeichnen der Umrisse und Innenlinien mit Stift 6H - 01:05 (= 01:23)

Auge rechts mit Brillenglas - 01:19 min (= 02:42)

Stifte    6H 3H H HB    B 3B 6B 8B   -   Estompe zum Verwischen  -  Radierstift