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Montag, 6. Februar 2017

Einfach gerahmt

Aufgrund von Krankheit geht gerade so gut wie nichts. Da muss man durch als Lurch. Aber ein Bild habe ich noch zu zeigen, das ich vor kurzem in einen Rahmen fügte ... den Fuß der Kamineiche aus dem Urwald an der Sababurg:

Technik: Dry Brush mit schwarzer Ölfarbe
Einfacher alter Holzbilderrahmen ohne Glas, Passepartout aus schwarzem Tonkarton geschitten


Fantasiereiche Naturen können viele Wesen darin entdecken. 

Donnerstag, 31. März 2016

Faun im Wurzelwerk

Nun versteckt er sich nicht mehr, der Faun im Wurzelwerk. Er schläft selig und völlig entspannt und hat nicht einmal bemerkt, dass ich ihn aufgespürt habe. Er hat es ja auch schön gemütlich am Fuße der alten Kamineiche. Bald ist sein Heim fertiggestellt.
Wenn ich bedenke, dass ich das Papier nach meinen ersten Versuchen, die Wurzel zu malen, frustriert zerreißen wollte, dann aber doch erst eine Nacht drüber schlief ... wie gut, dass ich es auf der Staffelei hängen ließ!

Gute Nacht für heute,
lieber Kaminbaumfaun!

Wir klicken dich jetzt ganz vorsichtig an
und beobachten scrollend,
wie du dich nach und nach zeigst:






Auf jeden Fall ist zu erkennen, dass es ihm gut geht.
Möge es noch lange so bleiben,
mögen vor allem die ignoranten Feuerteufel,
die schon im Urwald wüteten,
ihm fern bleiben.

Dienstag, 29. März 2016

Es reicht für heute!

Zum Durchscrollen das oberste (aktuellste) Bild anklicken!






Dieses Zeichenprojekt empfinde ich als sehr anstrengend. Man muss ja gleichzeitig die groben Formen zu Papier bringen, jedenfalls so, dass man ihre Räumlichkeit erkennt und zugleich auch deren Oberflächenstruktur. Was habe ich mir da bloß ausgewählt? Konnte es nicht etwas einfacher sein?

Den richtigen Grauwert mit dieser Technik zu treffen, ist auch sehr schwierig. Da muss das Verhältnis von Ölfarbe und Leinöl in der Mischung stimmen. Nimmt man zu viel Leinöl zum Verdünnen der Ölfarbe, dann werden die Farben zu blass, das Öl dringt tief ins Papier, trägt aber kaum Pigmente. Nimmt man zu wenig, bleibt die Ölfarbe zu dick, dann bekommt man keine Stufungen damit hin. Das gelingt zwar durch kräftiges Ausstreichen des Pinsels auf dem Küchenkrepp, doch gibt dann der Pinsel nur noch Flächiges ab, Linien, vor allem scharfe Linien sind damit nicht mehr zu zeichnen. 

Für heute ist es genug, es stellt sich kein Flow mehr ein - ich bin müde.

Wenn ich mir das Werk bis jetzt allerdings auf der Staffelei ansehe, bin ich doch entschlossen weiterzumachen.

Die Kamineiche im Reinhardswald

Im Urwald in der Nähe der Sababurg im Reinhardswald steht eine alte Eiche. Weil sie innen hohl ist und im Stamm eine große Öffnung hat wie ein Ofen, nannte man sie auch Kamineiche.



Die knubbelige Wurzelbildung an ihrem Fuß hat es mir angetan. Wenn man auf ihr hochklettert, kann man sogar in die Eiche hineinsteigen.

Die Wurzelmasse eignet sich besonders gut als Motiv für das Üben der Trockenpinseltechnik. Tiefen werden schwarz herausgearbeitet, die Holzstruktur verlangt genaues Hinsehen, Lichter werden mit dem Radiergummi herausgearbeitet oder von vornherein frei gelassen.

Gestern Abend habe ich mit dem Bild begonnen und mich bis zum Schluss auf die Ausarbeitung der linken Bildseite konzentriert.




Man könnte jetzt auch den Mumin in der Mitte als Fantasiewesen herausarbeiten ... ein anderes Mal vielleicht. Bei diesem Bild soll zum Schluss die Wurzel so zu sehen sein, wie ich sie vorgefunden habe. 

Bei diesem Bild habe ich zeitweise diesen wunderbaren Zustand des Flow erlebt. Dieses Einssein von Auge und Hand, das synchron ablaufende Sehen-Zeichnen, bei dem man Raum und Zeit vergisst.

Die Proportionen kann man bei solchen Objekten sogar etwas vernachlässigen und sich daher ganz ungezwungen dem immer besser werdenden Gefühl für die rechten Maße hingeben. 

Heute wird es weitergehen ...

Sonntag, 20. März 2016

Freies Malen

Das ist ganz neu für mich ... ein Portrait ohne jegliches Raster zu malen. Ich druckte mir ein Foto aus von einer Person, die ich gut kenne. Dann zeichnete ich die Person auf meinem Malgrund grob vor. Dabei achtete ich auf die Grundform eines leicht schräg gehaltenen Kopfes. Diesen Umriss inklusive Gesichtsinnenlinien (Nasenmitte, Augenlinie) zeichnete ich vor, dann den Platz von Augen, Nase, Mund und Ohr, außerdem den Haaransatz.

Nun ging es los.

Dieses Mal hielt ich mich an die Vorgehensweise von Nadja Sasch. Zuerst malte ich mit dem größten Pinsel den schattigsten Bereich (links auf dem Bild), immer schön auf und ab mit vorher lange auf Küchenkrepp ausgestrichenem Pinsel. Dann tönte ich die gesamte Gesichtsfläche in einem gleichmäßigen hellen Grau. Nun erst begann ich mit den Details.

Das war so spannend, dass ich es dieses Mal leider versäumt habe, in dem Malstadium bereits Fotos zu machen.

Aber auch der abschließende Prozess der Ausarbeitung ist noch interessant:





Für mich ist dieses Portrait, das ich in ca. zweieinhalb Stunden malte, eine allererste Übung in dieser Technik, vor allem deshalb, weil ich es ohne Raster gemalt habe.

Der junge Mann sieht gut aus, finde ich - allerdings muss ich laut lachen, denn er hat mit der gemalten Person zwar etwas Ähnlichkeit, aber man würde die Person nach diesem Bild kaum erkennen.

Die Sache mit den Proportionen ist meine größte Baustelle. Aber wie soll ich es lernen, wenn ich es jetzt nicht immer wieder praktiziere?

Fahrschule ... Gang rein, Kupplung treten, langsam Gas geben ... laaaangsam!!! 

Das wird schon ...

Konkrete Eigenkritik:

  • Das auf dem Bild linke Auge sitzt zu hoch.
  • Die Zähne habe ich noch nicht gut genug getroffen.
  • Meine Signatur ist zu dick (Filzstift ... ich hätte Fineliner nehmen sollen, der ist dezenter).
  • Den unteren Bereich habe ich nicht mehr ausgearbeitet. Den kann man zwar weicher gestalten, aber nicht ganz so oberflächlich.
Ansonsten gefällt mir diese Technik sehr. Ich empfinde das Ergebnis viel mehr als Kunst, als wenn ich so realistisch wie möglich zeichne. Allerdings müssen die Proportionen besser stimmen. Das ist für mich überhaupt das Schwierigste.

Sonntag, 13. März 2016

Die Externsteine - Teil 2


Nein, heute fiel es mir noch nicht leichter, das Malen mit trockenem Pinsel. Das Sehen macht mir zu schaffen, weil ich noch so sehr mit der richtigen Farbbeschaffenheit auf der Palette, mit dem richtigen Pinselansatz an der richtigen Stelle, mit dem richtigen Radieren, mit allem halt ... beschäftigt bin.
Übung macht den Meister - eben!

Immerhin erkennt man ja wohl, dass es sich um ein Felsgebilde handelt, eines mit tiefen Furchungen, mit Licht und Schatten und mit ein paar kargen Pflanzen.
Und mit einem Wackelstein!

Auf jeden Fall macht's Spaß, wenn ich es auch anstrengender finde, als das Zeichnen mit Bleistiften. Aber das wird schon noch ...

Samstag, 12. März 2016

Wie ein Schulkind ...

Nachdem ich nun bereits eine ganze Reihe von Portraits gezeichnet habe und das inzwischen recht gut bewältige, habe ich das Bedürfnis, meine Fähigkeiten auszuweiten. Bisher habe ich ja immer sehr genau nach Fotovorlage gezeichnet. Durch Üben, durch wiederholtes Tun konnte ich dabei Erfahrungen machen, meine Technik verfeinern, mich daran erfreuen, dass die Zeichnungen schon ganz gut werden. 

Aber das reicht mir nicht. 

Ich wünsche mir, dass mein Zeichnen souveräner wird. Dass ich mehr durch genaues Sehen und durch Anwenden weiterer Techniken meine Möglichkeiten erweitere.

Ja, und dabei fühle ich mich wie ein Schulkind im ersten Malunterricht. So, als hätte man mir Malutensilien hingelegt und mir gesagt: Nun mach mal!

Nun, ganz so ist es ja nicht. Immerhin habe ich mir ein Buch besorgt und darin gründlich studiert, was ich überhaupt brauche, wie man vorgeht und worauf man achten muss.

So kam gestern Morgen ein Paket von Gerstäcker, darin ein Aquarellmalblock, verschiedene Pinsel, Maulklammern, Spachtel, Cutter, ein ovaler Radierer und Leinöl (eine Tube Ölfarbe in Elfenbeinschwarz hatte ich ja schon). 



Ich konnte es gar nicht abwarten, mir meinen Malplatz einzurichten. Ich baute meine Staffelei auf, auf der ich bisher nur meine Bilder betrachtet oder zum Schluss ausgestellt hatte. 

Dann holte ich mir einen alten Hocker, nahm den Sitz aus dem Rahmen und legte ein Holzbrett über das Gestell, das ich mit einer Plastiktüte schützte. Darauf legte ich mein Werkzeug.

Das Blatt vom Aquarellblock versah ich am Rande mit einer Matrix zur Orientierung, da mir die Sicherheit bei den Proportionen noch fehlt (ich weiß, auch die müsste ich mehr üben).

Nun wurde das Blatt auf einem Holzbrett mit Maulklammern fixiert. Auf den empfindlichen sandfarbigen Teppichboden legte ich eine Malerdecke, die mit Folie beschichtet ist. Beim Malen mit Ölfarben, auch wenn der Pinsel trocken ist und deswegen keine Farbe heruntertropfen kann, fällt einem dieser vielleicht doch mal aus der Hand und dann ist es passiert - ein Fleck, o weh!



Nun zeichne ich also nicht mehr auf dem Schreibtisch am Fenster, sondern auf der Staffelei. 

Wie sieht es aus mit dem Licht?

Am Tage ist es wegen des Fensters auf der linken Seite (ich male mit rechts) hell genug, am Abend wird die Malfläche von drei drehbaren Deckenstrahlern gut ausgeleuchtet.



Nun stand alles bereit. Doch zuerst schaute ich mir im Internet an, wie die Buchautorin (Nadja Sasch) selber malt. Das kann man hier bewundern.

Nachdem ich den Film gesehen hatte, war ich irgendwie gespalten. 
Einerseits wollte ich das auch so gut können und war voller Elan, endlich zu beginnen, 
andererseits war ich frustriert, wie weit weg ich davon noch bin. 
Aber heißt es nicht, Übung mache den Meister?

Also los ... womit fange ich an? Bestimmt nicht mit einem Portrait. Und auch nicht gleich völlig ohne Vorzeichnung. In Nadja Saschs Buch beginnen die ersten Übungen auch mit einfachen Objekten (einem Apfel), die vorgezeichnet werden können. 

Ich wollte etwas ausprobieren, um überhaupt erst mal ein Gefühl für den Malstoff (Ölfarbe mit Leinöl verdünnt) zu bekommen.

"Und stell bloß nicht so hohe Anforderungen an dich selbst!", sagte meine innere Stimme. "Wie Frau Sasch wohl angefangen hat und wie viel sie inzwischen wohl geübt und gezeichnet hat?"

Beginnen können ist Stärke (die spürte ich wohl in mir), vollenden können ist Kraft (Durchhaltekraft, dachte ich bei mir - das wird sich erst noch zeigen).
Zitat nach Laotse, chinesischer Philosoph

So bereitete ich nach den Anweisungen in Frau Saschs Buch erst mal meine Malerpalette vor. Dazu wurde ein Stück aus der Tube Ölfarbe herausgedrückt, dazu etwa die gleiche Menge Leinöl gegeben und beides kräftig mit einem Pinsel auf einem Blatt Aquarellpapier, das ich zuvor auf einer dicken Pappe befestigt hatte, ausgestrichen. Bei diesem ersten Durchgang zog die ganze Farbmenge in das noch offenporige Papier ein. Ich wiederholte den Vorgang und nun konnte es losgehen.



Doch was sollte ich malen? Ich "blätterte" in meinen Dateien herum. Es sollte ein Objekt sein, bei dem es erst mal nicht so sehr auf Genauigkeit ankommt. Ich wollte mich erst mit dem Material vertraut machen und doch nachher ein hübsches Ergebnis haben. 

Da fand ich ein Foto der Externsteine, die ich schon oft fotografiert hatte. Ja, das würde sich eignen. Ich konnte die Umrisse fein vorzeichnen und dann loslegen, ohne befürchten zu müssen, dass hinterher etwas völlig Verzerrtes oder Unansehnliches herauskommen würde.

Ich druckte mir das Foto auf DIN A 4 aus, in Graustufen natürlich, dann überzog ich es mit einem feinen Bleistiftraster zur besseren Orientierung. Noch brauche ich das ...

Dann legte ich los. Zuerst nahm ich den ganz breiten und kurzen Chinapinsel und malte den rechten der abgebildeten Steine komplett grau aus, dann verstärkte ich Teilbereiche, die auf dem Foto auch dunkler erschienen. Dann begann ich mit feineren und dunkleren Linien. Die benutzten Pinsel legte ich in einem mit Küchenkrepp ausgelegten Kästchen ab, in dem auch das Leinölfläschchen steht (so kann es nicht irgendwo Ölflecken hinterlassen).


Hellere Stellen, Steinränder radierte ich hell (gar nicht so easy, wie ich dachte), setzte überall, wo Pflanzen aus den Steinen wachsen, mit einem sehr kurzhaarigen Pinsel an und zog ein paar einfache Linien aus den Fugen hervor, unten fügte ich einen Busch hinzu.

Nach einer gefühlten Stunde (es war bestimmt mehr!) schaute ich mir das erste Ergebnis an. 
Die Lehrerin in mir sagte: Dir fehlt aber noch viel Übung, Mädel!
Die Schülerin entgegnete: Na jaaaaa ... für den Anfang finde ich es jetzt nicht sooooo schlecht. Ich habe ja auch noch gar keine Erfahrung mit dem Stoff.
Gut, sagte die Lehrerin, aber dass du jetzt auch im Training bleibst, ja?
Ich versprach es ihr, doch vertagte ich das weitere Zeichnen, weil ich zuerst von meinen Erfahrungen berichten wollte ...

Irgendwie kam ich mir beim Malen vor wie beim ersten Fahren eines Autos (vor der Fahrstunde, wenn man bei Papa mal darf ...). Ich war mit gleichzeitigem Gucken, Pinsel richtig mit Farbe Versehen, passendem Ansetzen auf dem Papier ... total überfordert. Mein "Auto" fuhr noch sehr ruckelig, ich würgte es ab, ließ den Motor neu an, gab zu viel Gas ... ach nein, ich bewegte mich ja nur mit dem Pinsel auf dem Papier. 

Aber nun will ich doch mal zeigen, was bei dem Geruckel heute herauskam:



Immerhin kann man den mit Eisen befestigten Teufelsstein, den Wackelstein erkennen. 



Und hier gibt es ein Foto vom Original - es ist der rechte Stein.

Da fällt mir gerade ein, dass in dem Buch ja auch noch eine DVD liegt ... es würde mich ja nun zu sehr reizen, mir die noch anzusehen. Waaaaas? Wie spät ist es? 00:17??? Jetzt aber schnell weg - ich muss doch noch meine Pinsel reinigen!


Mittwoch, 4. Februar 2015

Zimmergestaltung

Ab und zu überkommt es mich und ich habe Lust, mein Kreativreich neu zu gestalten oder etwas abzuwandeln. Dieses Mal habe ich meine Ablage verändert. 


Den Kosmetikspiegel hatte ich schon viele Jahre ungenutzt in einer Ecke stehen. Als Lichtverstärker setzte ich ihn nun in meinem Zimmer ein, stellte noch zwei Minilämpchen davor, die ich nach einer Anregung selbst bastelte, und zwar aus Dekopapier, das ich halbkreisförmig zuschnitt und zusammenklebte und dann einfach auf zwei Weingläser setzte. Jeweils ein Teelicht hinein und fertig ist das Lämpchen.

Abends wird es dann richtig gemütlich ...



Auf dem Spiegel klebt ein Sonnenbild. In Tromsø war nämlich letzte Woche die Sonne zum ersten Mal wieder über den Bergrand gestiegen, was dort vor allem in den Kindergärten gefeiert wurde. Ich versuchte, den dortigen ersten "Kuss" der Sonne im Jahr 2015 in Pastellkreide nachzuempfinden. Gesehen hatte ich das Spektakel im Internetfernsehen des NRK.





Meine beiden Mumins, die ich in Helsinki auf dem Flughafen in einem Muminshop entdeckt hatte, haben ihre eigene Ecke, wo es ihnen - zusammen mit einem Briefbeschwerer und einem Muminkarussell (mit Teelicht) - richtig gut geht. Muminmama habe ich in Dry-Brush-Technique gezeichnet und mit einem Bilderrahmen gewürdigt.

Sonntag, 27. Juli 2014

Ja! So gefällt sie mir besser ...

Gestern habe ich wieder T. gezeichnet, neu angefangen, dieses Mal mit Bleistiften, aber auch mit Pinseln. Ich habe für mich herausgefunden, dass man Dry Brush und Bleistift sehr gut kombinieren kann. Wenn ich eine Fläche z. B. mit Bleistift vorsichtig schraffiert habe, verteile ich das Graphit anschließend gleichmäßig mit dem Pinsel (Wischtechnik). Dabei entstehen sehr weiche Übergänge. Mit Ölfarbe ist das sehr viel schwieriger, weil Öl auf dem Papier stark haftet und leicht fleckig wird. Da ich großen Wert auf einen weichen, sanften Ausdruck lege, ist für diesen Zweck, für das Zeichnen von Portraits die Kombimethode meines Erachtens geeigneter, außer man beabsichtigt einen anderen Effekt ausdrücklich. Oder mir fehlt noch das Geschick ... das gebe ich zu. Es gibt ja Portraitkünstler, bei denen die Zeichnungen auch mit Ölfarbe nicht fleckig aussehen.

Das neu angefangene Portrait wird T. schon jetzt mehr gerecht, obwohl ich an der Gesichtsfläche noch weiter arbeiten werde. Es ist auch mit Bleistift möglich, das Gesicht noch etwas dunkler zu gestalten, aber das will ich erst entscheiden, wenn alles auf dem Papier ist. So wird sie sich auch in das Kinder-Terzett zeichentechnisch besser einfügen. 


Mittwoch, 23. Juli 2014

Großer Anlauf ...

Nachdem ich das Dry-Brush-Portrait (nur halbwegs zufrieden) beendet habe, soll es hier erst einmal einen digitalen Rahmen bekommen:


Für sich allein sieht das Portrait ja nicht so schlecht aus, aber es entspricht dem realen Gesicht noch nicht gut genug. Die Augenpartie stimmt nicht (T.'s typischer Blick fehlt mir - der Schalk in den Augen), auch der Mund muss anders geneigt sein. Irgendwie kommt es mir so vor, als habe ich nicht ein 6-jähriges, sondern ein 12-jähriges Mädchen gezeichnet. Mit der Erfahrung bei dieser Zeichnung werde ich nun noch einmal beginnen, dieses Mal dann mit der mir schon besser vertrauteren Bleistifttechnik. Natürlich werde ich die andere Technik bei meinen nächsten Projekten weiter verfeinern.

Es gibt noch einen Grund zur Neuanfertigung: In der Geschwistergruppe setzt sich die Zeichnung zu sehr ab. Ölfarbe ist - auch wenn sie in zarten Tönen aufgebracht wird - immer kräftiger als Graphit. Hier ein Eindruck:


Das Bild des Jungen N. ist in Wirklichkeit heller, ist nur auf dem Foto wegen der Lichtverhältnisse im Raum nicht so gut ausgeleuchtet.

Der Zeichengrund für das neue Mädchenportrait von T. ist bereits vorbereitet und ich freue mich schon auf das Beginnen.

Montag, 21. Juli 2014

Kritik - transparent gemacht

Nein, ich bin noch nicht fertig. Aber mir ist eben eine Idee gekommen, wie ich zeigen kann, was an meiner Zeichnung noch zu kritisieren ist. Man sieht es auch so, weiß aber vielleicht nicht genau, woran es liegt. Lege ich das Originalfoto digital auf die Zeichnung und erhöhe nach und nach die Transparenz des Originalfotos, so kommt die Zeichnung immer mehr zum Vorschein. Dabei wird sichtbar, was noch nicht passt oder woran genau es nun liegt, dass ich das Gefühl habe, dass etwas noch nicht stimmt. Ich empfehle, das erste Bild anzuklicken. Es wird sich ein neues Fenster öffnen, in dem man durch Scrollen mit der Maus alle Bilder in Folge vorwärts oder rückwärts sehen kann.












Der Streifen an der linken Seite macht sichtbar, wie weit ich das Foto bereits transparent gemacht habe - ein kleiner Trick ...

Eigentlich stimmt alles schon recht gut, aber das vom Betrachter aus rechte Auge sitzt etwas zu tief und ist eine Winzigkeit zu groß. Der Mund geht auf dem Foto rechts etwas hoch, auf der Zeichnung ist er zu gerade.

Da ich die Zeichnung mit Bleistift wiederholen werde, kann ich auf diese Fehler von Anfang an achten.

Ansonsten bin ich dafür, dass dies meine erste Öl-Portraitzeichnung mit Pinsel ist, schon recht zufrieden mit mir.

P.S.:
Ich habe jetzt selbst die Bilderserie mehrmals hintereinander vorwärts und rückwärts durchgescrollt. Dabei ist mir aufgefallen, dass das Mädchen im Original deutlich kräftiger lächelt. Mein bester Kritiker hat es im Gefühl gehabt: "Irgendwie hast du ihren inneren Ausdruck noch nicht getroffen. Das ist nicht wirklich T.!"

Kleine Spielerei in der Zeichenpause

So sieht das Portrait jetzt aus ... puuuuh! Ich brauche eine Pause. Es sind soooo viele kleine Schritte, in denen sich das Bild verändert. In der Pause gönne ich mir eine kleine Spielerei, bevor ich erzähle, wie es weitergehen wird und was ich beim Zeichnen selbst beobachte (und mein bester Kritiker):

Die Originalzeichnung - sie wird weicher

Mit meiner Handykamera habe ich die Zeichnung fotografiert und sie dann in meinem PC verschiedenen digitalen Effekten unterzogen. Die Ergebnisse ... 











Im nächsten Post dann etwas zur Annäherung an die realen Gesichtszüge. Damit bin ich (und auch mein bester Kritiker) noch gar nicht zufrieden.