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Donnerstag, 28. Januar 2016

Ein altes Paar!

Nun haben sie sich wieder, die zwei!
Hier kommt die Ehefrau dazu ...

  

Wie chic, die damalige Mode! Ich erinnere mich noch gut an den großen Kleiderschrank mit großen Schnitzereien auf den Türen. Darin viele solcher Kleider, durchweg dunkel. Dunkelblau mit weißen Blümchen, mit feinem weißen Spitzenkragen, schwarz mit graphischen Mustern wie auf der Zeichnung, dunkelbraun mit weißen Blümchen, dazu z. B. feine Silberbroschen mit eingefasstem Stein in der Mitte. Aber irgendwie sahen die Frauen auch älter darin aus als sie waren. Die gezeichnete Frau müsste um die 50 sein. 

Sonntag, 24. Januar 2016

Doch noch fortgesetzt ... und fertig!

  

Das war's!
Einmal Zeichnung pur - einmal auf alt getrimmt.
Der Hintergrund bleibt weiß.
Bin zufrieden und kann jetzt gut schlafen.

Am nächsten Morgen noch einmal bei Tageslicht fotografiert:

Samstag, 23. Januar 2016

Original und Fälschung

 

Die dazugehörige Frau kommt auch noch dran ...

Genial digital!


Und wenn ich an einem Tag dann genug gezeichnet habe, spiele ich gern noch mit den digitalen Bearbeitungsmöglichkeiten herum. Nein, das ist nicht die Fotovorlage, das ist die digital bearbeitete Zeichnung! Spielen macht Spaß. Auch, wenn die Zeichnung noch nicht fertig ist ... aber es wird.

Und jetzt wollen mein Nacken und mein Kreuz mal was Gutes haben ... ich habe da so spezielle hilfreiche Übungen ...

Zeichnung vor der digitalen Bearbeitung


Motor - Motivation


Was ist es, was mich beim Zeichnen so motiviert? Erst einmal ist es die Beziehung zu der Person, die ich zeichne. Bei Verwandten versucht man, eigene Züge zu erkennen. Was ist ähnlich, was unterscheidet uns? 

Bei anderen Personen ist es das Bestreben, ihr Wesen gut zum Ausdruck zu bringen.

Dann ist es das stetige Streben danach, besser zu werden. Dies wurde mir klar, als ich letztens in dem Buch "Nisser" von Kjell E. Midthun las. (Es ist wohl ausverkauft, doch hatte ich das Glück, ein Exemplar geschenkt zu bekommen!) Ich surfte daraufhin im Web, wollte wissen, wer Midthun ist, wie er als Künstler "tickt", wenn er seine Wichtel zeichnet (ach könnte ich das auch!!!) und beim Surfen fand ich dann eine Aussage von ihm, die besagt, dass er bei jedem fertigen Bild das Gefühl hat, es könne noch besser sein und dass ihm das ein Motor zum Weitermachen sei. 
Ja, genau so empfinde ich es auch. Ich glaube, das kommt von ganz tief innen. Man kann gar nicht anders.
Wenn ich mit einer Zeichnung bis zu einem bestimmten Grad fertig bin, stehe ich immer und immer wieder davor, sehe noch Unstimmigkeiten, will noch verbessern.
Und dann, wenn ich fertig bin, will ich ein neues Bild zeichnen. Und je mehr ich zeichne, desto mehr will ich zeichnen ... ja, genau so ist das! Ein perpetuum mobile ...

Mein Männerportrait ist noch nicht fertig ... abwarten ... es fehlen noch Kleidung und evtl. ein Hintergrund.

Freitag, 22. Januar 2016

Ein Gesicht schält sich aus dem Papier



Jedes Mal, wenn ich recht weit gekommen bin, wird es spannend, wenn ich dann ein Foto mache und mir die Zeichnung auf dem Bildschirm ansehe. Dann erst erkenne ich die Details, die unbedingt noch zu bearbeiten sind. 

Woran ich noch arbeiten werde:
  • Die Irisbereiche der Augen passen nicht zusammen.
  • Der Bereich Kinn-Hals ist noch gar nicht stimmig.
  • Es fehlen noch das linke Ohr, Kragen und Binder.
  • Die Schattierung auf der Nase ist zu stark, sie wirkt wie eine Delle.
  • Der Mund muss noch feiner ausgearbeitet werden.
  • Der Hintergrund fehlt noch - er soll nur weich angedeutet werden, und zwar dunkler als das Gesicht, so dass dieses aus dem Bild herausstrahlt.
Aber auch jetzt schon schaut mich der nahe Verwandte wie aus der Vergangenheit an. Merkwürdig, vor allem, da ich ihn nie persönlich kennen gelernt habe. Er starb lange, bevor ich auf die Welt kam, ca. 10 Jahre vor meiner Geburt.
Diese Zeichnung hat aus diesem Grunde eine besondere Bedeutung für mich. Die Gesichtszüge erzählen so vieles, was Worte nicht sagen können.

Donnerstag, 21. Januar 2016

Ein Neuanfang ... Männerportrait aus den 30er-Jahren



Ein neues Portrait entsteht. Dieses Mal folge ich meinen Wurzeln und gehe weit zurück in der Zeit. Der Portraitierte ist mit mir eng verwandt und lebte von 1890 bis 1944. Das Vorlagefoto müsste Ende der 30er-Jahre entstanden sein. Genau kann ich es nicht mehr herausfinden, das Datum lässt sich nur ungefähr durch Ausschluss und Eingrenzung ermitteln.

Dieses Mal habe ich nicht mit den Augen begonnen, sondern mit dem Umriss des Kopfes. Erst dann skizzierte ich Augen, Nase und Mund (in der genannten Reihenfolge). Es wird ziemlich spannend, was ich aus so einem alten Foto, das keine hohe Auflösung aufweist, herausholen kann. Die bisherige Zeichenerfahrung dürfte dabei etwas hilfreich sein. Eine spannende Aufgabe!

Kennt sie eigentlich noch jemand, die Vatermörderkragen (oder Kläppchenkragen)? Ja, genau so einen Kragen werde ich bei diesem Bild zeichnen. Ob der Herr damals tatsächlich schon eine Glatze hatte oder sich den Kopf absichtlich kahl rasierte, kann ich nicht mehr ermitteln. Es lebt niemand mehr, der diesen Mann persönlich kannte. Dem Foto nach zu urteilen hatte er jedenfalls kein einziges Haar auf dem Kopf. Auch auf früheren Fotos, z. B. von 1919. War es damals wohl auch schon Mode unter den jungen Männern, sich den Kopf zu rasieren? Allerdings trug er einen kleinen Zweifingerbart unter der Nase, später auch Hitlerbart genannt, der durch den Diktator zu trauriger Berühmtheit gelangte.