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Mittwoch, 13. November 2013

Zwischenaufgabe


Eine Dankeschönkarte steht an ... die kann man doch selber zeichnen? Klar ... da ist sie:


Schwarz-Weiß ...



... oder in Farbe ...




... denn ich hatte zur Pensionierung eine Orchidee geschenkt bekommen.

Noch einmal mit stärkerer Kontur und schattiert, so dass sich die Blume und die Schrift mehr abheben (räumliche Wirkung):



Dienstag, 20. August 2013

Tulip in progress


Die Farbstiftarbeiten sind abgeschlossen. Nun bin ich für die Steigerung der Dynamik mit einem feinen Pinsel diagonal von Ecke zu Ecke den Regenbogenfarben folgend über das Papier gefahren. Diese Spuren werden zum Schluss nur ganz dezent angedeutet sein, weil ich die Farbfelder ja auch noch mit dem Pinsel vermale. 
Im rechten unteren Quartal des Bildes kamen die Farben nicht passend zusammen. Fein! Genau das fehlte dem Bild noch. Das ist der Punkt, an dem das System ins leblose Schwarz-Weiß abstürzt, der aber eigentlich Initiativmoment für den anstehenden Wandel ist.
So wie ein Mensch niemals gesund stirbt, sondern zuvor mehr oder weniger krank ist und ins Leiden abgleitet, durch den Tod dann erlöst wird, so gerät auch das farbige Spiralwerk in einen fehlerhaften Moment hinein, der das Ende vom Ende einläutet und damit einen Neuanfang auf der nächsten Ebene möglich macht - das Explodieren der Tulpe aus dem Zusammenbruch der Mitte.

Hier die noch recht deutlich sichtbaren Spiralen:


An einigen Stellen rechts im Bild habe ich bereits mit dem Nassvermalen begonnen. Die Schwarz-Weiß-Felder werden nach dem Trocknen am Schluss zart über den Farben weiter fortgeführt werden. Auch dabei wird der Fehler auftauchen - der Fehler im System, der auch System des Universums ist. Wer sich weiter in dieses Thematik vertiefen möchte, der klicke hier und wundere sich ... eine humorvolle Art, die Welt zu erklären!
Übrigens ist der Fehler auf meinem Bild entstanden, weil ich nicht darauf geachtet habe, eine gerade Zahl von nach außen führenden Linien zu zeichnen. Vielleicht ist Gott auch nicht vollkommen - wer weiß? Ein Fehler als Daseinsursprung ... ? 

Montag, 19. August 2013

Auf der Staffelei

Manchmal ist es gut, wenn man ein angefangenes Bild einfach stehen lässt. Vor allem dann, wenn einen die Lust zum Malen nicht weiter treibt. Dann kann es passieren, dass man mit einem bestimmten Thema beschäftigt ist und das angefangene Bild plötzlich als geeignete Projektionsfläche zur Auseinandersetzung damit erkennt. Eine ganz neue Richtung bekommt das Bild dann, ganz anders als ursprünglich gedacht. Was ich damit genau meine, werde ich bei Fertigstellung noch umfangreich erläutern. So viel schon mal: Es geht um das Überwinden von Krisen, wie sie jeder Mensch durchlebt. So wird in meinem Tulpenbild Realistisches mit Spirituellem vermischt. Heute Abend habe ich mir eine Pause verordnet. Das bisherige Ergebnis zeige ich aber schon mal:


Die äußeren Kreise werden immer weiter ins Schwarz-Weiß-Kontrastierende übergehen. Die Farbfelder sollen noch nass bearbeitet werden, so dass sie mehr und mehr im Schwarz-Weiß-Kontrast und damit in der Leblosigkeit landen ... nein, mehr verrate ich noch nicht.

Freitag, 9. August 2013

Langsam ...

Da mich gerade allerhand Strickzeug in Bann hält, geht es beim Malen/Zeichnen nur langsam voran. Hier die Tulpe, wie sie heute aussieht:


Die Blütenblätter sind noch nicht fertig! Ich versehe sie immer zuerst mit der Grundfarbe, dann erst, nach dem Trocknen des Papiers - kommt die feinere Ausarbeitung (gelbes Blütenblatt links z. B.).
Und weil die Wirkung noch ganz anders wird, wenn der grüne Hintergrund da ist, habe ich den mal digital reingeschummelt:


oder so:


Klar, der passt nicht, da es sich um Efeu handelt, aber der Eindruck ist doch schon ganz anders. 

Samstag, 3. August 2013

Hommage an meinen Vater-selig - ORANGE

Letzte Nacht begegnete mir mein Vater nach langer Zeit mal wieder in einem Traum, nachdem er uns vor fast eineinhalb Jahren verlassen hat. Er holte mich darin vom Bahnhof ab und umarmte mich herzlich. Er trug ein Hemd in kräftigem Orange. Als ich an mir heruntersah, erkannte ich, dass auch ich ein orangefarbiges Oberteil trug. Was für ein schöner Traum! Seiner Kernaussage folgend suchte ich heute etwas Orangefarbiges zum Malen und fand in meinen Blumendateien eine Tulpe in Rot-Gelb-Orange, die ich zu zeichnen begann. 

Dieses Mal setzte ich mich zum Zeichnen direkt vor den PC:


Ich zeichne dieses Mal farbig mit meinen Aquarellbuntstiften, die ich teilweise nass vermale, teilweise zum Zeichnen von Details auch trocken verwende. Hier der Beginn:


Das Zeichnen mit Buntstiften empfinde ich als schwerer, weil ich für die Schatten keinen Papierwischer verwenden und auch nichts mit dem Radiergummi korrigieren kann. Die farbigen Blattstrukturen muss ich sehr konzentriert anlegen, weil sie nicht mehr abänderbar sind.

Sonntag, 28. Juli 2013

Vollendet!



Heute bin ich endlich dazu gekommen, die Kaktusblüte zu vollenden. Insgesamt habe ich zwischen 10 und 11 Stunden daran gezeichnet. Ein paar künstlerische Freiheiten habe ich mir erlaubt. So habe ich die zweite Blüte am unteren Bildrand weggelassen, den Kaktuskörper und die Tischplatte nur angedeutet. Nichts soll von der Schönheit der Blüte ablenken.
 


Wie immer, wenn mir eine Zeichnung gefällt, bekommt sie einen digitalen Rahmen:


Und zuhause habe ich auch noch einen alten Bilderrahmen gefunden. Da steht er nun, der echte Kaktus, neben seiner Blüte, die er inzwischen längst abgeworfen hat. Möge er noch viele Male blühen!



Sonntag, 21. Juli 2013

Kurz vor Vollendung


Die schwierigste Stelle bleibt nun übrig. Es sind die kleinen Staubblättchen. 

Und auf dem folgenden Foto ist der Kehraus der beiden letzten Blüten zu sehen. Klein und vertrocknet blieb dieser Rest übrig, der sicher bald zu Staub zerfallen wird. Unglaublich, wenn man sich überlegt, wie groß sie noch vor zwei Wochen waren. So geht alles Lebendige den Weg des Irdischen.


Donnerstag, 18. Juli 2013

So langsam schließt sich der Kreis


Hm ... das Schwierigste, die Staubblätter, habe ich noch immer nicht fertig. Die, die sich vor dunklem Hintergrund befinden, ließen sich ja noch recht leicht darstellen, aber auf der anderen Seite ist der Kontrast nicht so klar. Dafür werde ich auf jeden Fall sehr viel Ruhe und genaues Hinschauen brauchen. Außerdem habe ich insgesamt das Gefühl, ich müsste ein paar Stellen noch kontrastreicher herausarbeiten. Aber das will ich erst beurteilen, wenn alle Blütenblätter fertig sind. Ob man den Kaktuskörper genau genug sieht? Es soll dem Betrachter schon klar sein, um was für eine Blüte es sich handelt. 

Dienstag, 16. Juli 2013

Schatten neben Schatten = Weiß


So langsam wird die Gesamtform sichtbar. Den Tisch im Hintergrund habe ich mit Absicht nur auf der linken Seite gestaltet. Rechts deutet sich im Hintergrund nur der Kaktuskörper an. Ich sehe jetzt schon, dass ich die Mosaikfliesen des Tisches weicher haben möchte. Sie drängen sich zu sehr ins Blickfeld, wenn sie zu scharf sind und lenken damit von der Blüte ab. Die Blüte dagegen werde ich zum Schluss ganz sicher noch kontrastreicher ausarbeiten. Darauf freue ich mich schon.

Mein Zeichenblock - an die Wand gestellt:


Es ist ein tolles Gefühl, wenn aus einem schlicht-weißen Blatt Papier nach und nach etwas Plastisches hervortritt. Das Flächige wirkt zunehmend dreidimensional. Ich genieße diesen Effekt geradezu. Allerdings lässt diese Art des Zeichnens nicht viel Raum für Fantasie. Mein Ringa Rechtshirnwichtel mäkelt herum und soll sich bei anderen Aufgaben auch mal austoben dürfen - freies Malen - Skizzieren - hatte ich das nicht schon versprochen? Gemach, gemach ... alles hat seine Zeit. Nun wird erstmal die Blüte vervollkommnet ...

Montag, 15. Juli 2013

Zeichnen an der frischen Luft

Bevor ich mir meinen Zeichenplatz auf der Terrasse unter der Markise eingerichtet habe, war ich mit der Leiter im Kirschbaum. Zur Stärkung zwischendurch liegen einige Früchte auf dem Tisch. Nein, sie sollen nicht gezeichnet werden. Zuerst ist wieder die Kaktusblüte dran.


Zwischendurch mache ich ab und zu eine Pause und schmökere in der "p&z". Meine Hausamsel erzählt mir mit ihrem charakteristischen Pfiff, dass sie in der Nähe ist. Sommer, wie ich ihn mag.


Am folgenden Bild möchte ich einmal zeigen, wodurch die Blüte hinterher so plastisch wirkt. Es sind die Schatten, an denen ich nach der Fertigstellung noch eine ganze Weile herumfeilen werde. In der folgenden Version habe ich immer ein Blütenblatt in einer bestimmten Farbe umrandet, den Schatten dazu in derselben Farbe, nur einen Ton dunkler. So kann man Blatt und Schatten einander zuordnen:


Wenn man das Bild anklickt, um es noch größer zu betrachten, kann man durch Drehen des Mausrädchens zwischen Zeichnung mit und ohne Schattenlinien hin- und herscrollen. So wird besonders gut sichtbar, wo ich die Schatten gezeichnet habe.

Inzwischen bin ich selbst überrascht, wie lange ich doch für das Zeichnen eines solchen Bildes brauche. Ich bin selbst gespannt, wann es fertig sein wird.

Noch im März dieses Jahres wäre ich völlig ratlos gewesen, wie man weiße Kaktusblüten zeichnen sollte. Sie sind halt nicht weiß. Die Realität ist viel differenzierter, als wir sie mit unserem beschränkten Wortschatz darzustellen vermögen. Was mich jede Zeichnung aufs Neue lehrt - selbst, wenn ich an diesen mir selbst gestellten Aufgaben lediglich Zeichentechnik trainiere - ist das genaue Hinschauen, das Wahrnehmen von winzigen Formen, von Linienführungen, von Graustufungen.

Samstag, 13. Juli 2013

Auch wenn ein Kaktus Stacheln hat ...

Auch wenn ein Kaktus Stacheln hat, wird er - im Gegensatz zu Eltern von Babys - nichts dagegen haben, dass man ihn hier abbildet. So habe ich heute begonnen, mir die eine Blüte von meinem Pensionskaktus zum Zeichnen vorzunehmen. Die Zeit fliegt beim Tun dahin ... immer wieder erinnert mich mein Rücken daran, zwischendurch kleine Pausen mit ein paar Dehnübungen zu machen.

Zuerst habe ich die markante Mitte mit dem dunklen Trichter festgelegt (gelbes Oval). Danach bin ich mit einem Blütenblatt oben rechts (gelbes Rechteck) begonnen und werde mich nun von dort aus rundherum vorarbeiten. Die dunkelsten Partien habe ich mit Bleistift Nr. 6B, einem sehr weichen Stift, vorgenommen, die ganz hellen Partien lege ich mit Bleistift Nr. H an und werde sie dann nach Bedarf mit weicheren Stiften ausarbeiten. Die weichen Übergänge entstehen durch Überarbeiten mit dem Papierwischer, den ich während des gesamten Zeichenvorgangs einsetze. Bei so einer feinen Blüte mit sehr vielen weißen Partien, die höchstens etwas beschattet sind, ist es nicht möglich, die Hell-Dunkel-Kontraste zunächst mit Schraffuren anzulegen.

Immer wieder stelle ich das Bild auf meine Tischstaffelei, trete zurück, vergleiche mit dem Foto, entdecke Unstimmigkeiten, bessere nach. Dies braucht sehr viel Zeit.


Die Staubblätter mit ihren diffizilen Formen und den sehr fein gestuften Grauschattierungen werden wohl das Schwierigste werden.



Die Zeitangaben dienen nur dazu, dass ich mir selbst mal bewusst mache, wie lange ich für so eine Zeichnung brauche. Während man nämlich zeichnet, verliert man jegliches Zeitempfinden.


Da steckt noch sehr viel Arbeit drin!