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Samstag, 9. August 2014

Trilogie beendet!


Nun ist die Kinderportraitserie vollendet. Insgesamt habe ich nun doch fast ein ganzes Jahr (mit vielen langen Pausen) gebraucht. Nicht immer war die Lust zum Zeichnen gleich stark, nicht immer hatte ich Zeit. Ich muss zugeben, die letzte Zeichnung war die schwierigste, weil das Foto sehr dunkel und nicht so kontrastreich war wie die Fotos der Jungen. Aber als Trilogie mit dem Mädchen in der Mitte harmoniert die letzte Zeichnung doch ganz gut mit ihrem etwas abweichenden Charakter.
Nun werde ich in der nächsten Woche zum Copyshop fahren. Alle Bilder werden mit 600 dpi eingescannt und für mich werde ich sie wahrscheinlich auf Leinwand drucken lassen, die auf einen Keilrahmen gespannt ist. Da ich die Kinder kenne, habe ich so eine schöne Erinnerung an sie. Die Originale kommen weit weg ... ;-) 

Ich hüpfe ... ja, ich hüpfe ... vor Freude (ich gebe zu - ich hüpfe eher sitzend auf meinem Bürostuhl)!!!

Wenn ich dann wieder mal Zeit habe, will ich einen alten Menschen zeichnen. Ich habe da so eine Idee ... die Person kann ich leider hier nicht zeigen, denn sie soll überrascht werden.
Es muss interessant sein, die vielen Lebensspuren in einem Gesicht zu erfassen und zu Papier zu bringen. Eine ganz andere Aufgabe!

Oder ob ich mich mal an ein Selbstportrait mache??? Alles offen ...

Dienstag, 5. August 2014

Und immer dabei ... mein geliebter Regenbogen!


Zufällig heute Nachmittag entstanden, weil die Sonne durch einen Glaskristall an meinem Fenster schien ...

Nur noch ein Eckchen ...

Viel fehlt nun nicht mehr. Nur noch ein kleines Eckchen unten links.


Eine weiße Bluse ... niemals ganz weiß, wenn man richtig hinschaut ... eine weißer Rolli, auch nicht schneeweiß ... da muss man mit viel Feingefühl herangehen, um die Schatten richtig herauszubringen. Aber genau solche Stellen machen dann besonders viel Spaß, vorausgesetzt, man ist gut im "Flow". Wenn dabei allerdings ständig jemand hereinkäme und etwas von einem wollte, müsste man abbrechen und einen anderen Zeitpunkt wählen.

Da heißt es dann "mit den Augen wandern" ... hin und her ... vom Foto zur Zeichnung und wieder zurück ... immer wieder beobachten, ob die Abstufungen denen auf dem Original in etwa entsprechen. Bestimmt die Hälfte der Zeichenzeit besteht daher aus Sehen, Sehen und nochmals Sehen. Und dann kommt mein "bester Kritiker" und beurteilt mit. Dabei stelle ich fest, dass er freier herangeht, andere Dinge sieht als ich. Gut so!

Montag, 4. August 2014

Von der Schwierigkeit der Darstellung

Scan oder Foto? Wie lässt sich eine Zeichnung am besten digital wiedergeben? Gar nicht im Grunde genommen. Nichts reicht an die Feinheit des Originals heran. Trotzdem hier einmal zum Vergleich der derzeitige Stand - nie bin ich so recht zufrieden:


Die Scanaufnahme ist zu kontrastreich und lässt sich auch nach digitaler Korrektur nicht so fein darstellen, wie sie im Original erscheint. Das Foto dagegen gerät mir immer zu dunkel. Helle ich es digital auf, so werden die Kontraste zu schwach. Erhöhe ich diese wiederum, müsste ich die Helligkeit wieder ändern. Beides habe ich optimal abgeglichen. Das Ergebnis ist immer verfälscht.
Ich hoffe nur, dass in Kürze im Copyshop die digitale Technik feiner ist als mein Scanprogramm, denn ich möchte für mich ja optimale Kopien haben.

Morgen wird es mit der Zeichnung weitergehen. (Til Mama Th. ... jeg gleder meg sånn til den øyeblikk ... ;-) ... snart!!!)

Sonntag, 27. Juli 2014

Ja! So gefällt sie mir besser ...

Gestern habe ich wieder T. gezeichnet, neu angefangen, dieses Mal mit Bleistiften, aber auch mit Pinseln. Ich habe für mich herausgefunden, dass man Dry Brush und Bleistift sehr gut kombinieren kann. Wenn ich eine Fläche z. B. mit Bleistift vorsichtig schraffiert habe, verteile ich das Graphit anschließend gleichmäßig mit dem Pinsel (Wischtechnik). Dabei entstehen sehr weiche Übergänge. Mit Ölfarbe ist das sehr viel schwieriger, weil Öl auf dem Papier stark haftet und leicht fleckig wird. Da ich großen Wert auf einen weichen, sanften Ausdruck lege, ist für diesen Zweck, für das Zeichnen von Portraits die Kombimethode meines Erachtens geeigneter, außer man beabsichtigt einen anderen Effekt ausdrücklich. Oder mir fehlt noch das Geschick ... das gebe ich zu. Es gibt ja Portraitkünstler, bei denen die Zeichnungen auch mit Ölfarbe nicht fleckig aussehen.

Das neu angefangene Portrait wird T. schon jetzt mehr gerecht, obwohl ich an der Gesichtsfläche noch weiter arbeiten werde. Es ist auch mit Bleistift möglich, das Gesicht noch etwas dunkler zu gestalten, aber das will ich erst entscheiden, wenn alles auf dem Papier ist. So wird sie sich auch in das Kinder-Terzett zeichentechnisch besser einfügen. 


Mittwoch, 23. Juli 2014

Großer Anlauf ...

Nachdem ich das Dry-Brush-Portrait (nur halbwegs zufrieden) beendet habe, soll es hier erst einmal einen digitalen Rahmen bekommen:


Für sich allein sieht das Portrait ja nicht so schlecht aus, aber es entspricht dem realen Gesicht noch nicht gut genug. Die Augenpartie stimmt nicht (T.'s typischer Blick fehlt mir - der Schalk in den Augen), auch der Mund muss anders geneigt sein. Irgendwie kommt es mir so vor, als habe ich nicht ein 6-jähriges, sondern ein 12-jähriges Mädchen gezeichnet. Mit der Erfahrung bei dieser Zeichnung werde ich nun noch einmal beginnen, dieses Mal dann mit der mir schon besser vertrauteren Bleistifttechnik. Natürlich werde ich die andere Technik bei meinen nächsten Projekten weiter verfeinern.

Es gibt noch einen Grund zur Neuanfertigung: In der Geschwistergruppe setzt sich die Zeichnung zu sehr ab. Ölfarbe ist - auch wenn sie in zarten Tönen aufgebracht wird - immer kräftiger als Graphit. Hier ein Eindruck:


Das Bild des Jungen N. ist in Wirklichkeit heller, ist nur auf dem Foto wegen der Lichtverhältnisse im Raum nicht so gut ausgeleuchtet.

Der Zeichengrund für das neue Mädchenportrait von T. ist bereits vorbereitet und ich freue mich schon auf das Beginnen.

Montag, 21. Juli 2014

Kritik - transparent gemacht

Nein, ich bin noch nicht fertig. Aber mir ist eben eine Idee gekommen, wie ich zeigen kann, was an meiner Zeichnung noch zu kritisieren ist. Man sieht es auch so, weiß aber vielleicht nicht genau, woran es liegt. Lege ich das Originalfoto digital auf die Zeichnung und erhöhe nach und nach die Transparenz des Originalfotos, so kommt die Zeichnung immer mehr zum Vorschein. Dabei wird sichtbar, was noch nicht passt oder woran genau es nun liegt, dass ich das Gefühl habe, dass etwas noch nicht stimmt. Ich empfehle, das erste Bild anzuklicken. Es wird sich ein neues Fenster öffnen, in dem man durch Scrollen mit der Maus alle Bilder in Folge vorwärts oder rückwärts sehen kann.












Der Streifen an der linken Seite macht sichtbar, wie weit ich das Foto bereits transparent gemacht habe - ein kleiner Trick ...

Eigentlich stimmt alles schon recht gut, aber das vom Betrachter aus rechte Auge sitzt etwas zu tief und ist eine Winzigkeit zu groß. Der Mund geht auf dem Foto rechts etwas hoch, auf der Zeichnung ist er zu gerade.

Da ich die Zeichnung mit Bleistift wiederholen werde, kann ich auf diese Fehler von Anfang an achten.

Ansonsten bin ich dafür, dass dies meine erste Öl-Portraitzeichnung mit Pinsel ist, schon recht zufrieden mit mir.

P.S.:
Ich habe jetzt selbst die Bilderserie mehrmals hintereinander vorwärts und rückwärts durchgescrollt. Dabei ist mir aufgefallen, dass das Mädchen im Original deutlich kräftiger lächelt. Mein bester Kritiker hat es im Gefühl gehabt: "Irgendwie hast du ihren inneren Ausdruck noch nicht getroffen. Das ist nicht wirklich T.!"

Kleine Spielerei in der Zeichenpause

So sieht das Portrait jetzt aus ... puuuuh! Ich brauche eine Pause. Es sind soooo viele kleine Schritte, in denen sich das Bild verändert. In der Pause gönne ich mir eine kleine Spielerei, bevor ich erzähle, wie es weitergehen wird und was ich beim Zeichnen selbst beobachte (und mein bester Kritiker):

Die Originalzeichnung - sie wird weicher

Mit meiner Handykamera habe ich die Zeichnung fotografiert und sie dann in meinem PC verschiedenen digitalen Effekten unterzogen. Die Ergebnisse ... 











Im nächsten Post dann etwas zur Annäherung an die realen Gesichtszüge. Damit bin ich (und auch mein bester Kritiker) noch gar nicht zufrieden.

Sonntag, 20. Juli 2014

Üben, üben, üben!

Die neue Technik fällt mir doch nicht so leicht, wie ich zuerst dachte. Es liegt aber auch an meinem Anspruch. Ölfarbe wird beim Zeichnen mit dem Pinsel sehr schnell zu dunkel oder auch fleckig. Man glaubt immer erst gar nicht, dass ein fast völlig ausgestrichener Pinsel noch immer Farbe abgibt. Heute bin ich mit dem Mädchen T. schon recht gut vorangekommen, aber ich bin noch gar nicht zufrieden. Aber auch der Übungsweg gehört dazu. Deswegen zeige ich hier auch meine Übungen. Wenn ich das Gesicht fertig habe, kann es sehr gut sein, dass ich das Mädchenportrait dann doch mit Bleistift und nicht mit Pinsel zeichne. Im Vergleich zu den beiden Jungen wird es auf jeden Fall dunkler sein, wenn ich mit Pinsel und Ölfarbe zeichne. Man sieht die unterschiedliche Materie. Graphit gegen Öl.

Hier mein heutiges Übungsergebnis:

Mädchenportrait in Dry Brush Technique mit Ölfarbe und Pinsel (scharfe Details mit Bleistift)


Es ist kein Meister vom Himmel gefallen, aber ich bin sicher, dass häufiges Zeichnen auch Verbesserung bringt. 

Meine weitere Planung:
  • Dieses Portrait in der begonnenen Technik fertig zeichnen
  • Das Portrait mit Bleistift wiederholen (was sehr spannend wird, da ich zum ersten Mal direkt vergleichen kann)
  • Tutorials suchen mit Tipps zur Verbesserung
LERNEN MACHT SPASS!



Sonntag, 13. Juli 2014

Erste Übung in Dry Brush Technique

Zurück von einer kleinen Reise, auf der ich mir die passenden Pinsel und die Tube schwarze Ölfarbe besorgt habe, kribbelte es mir in den Fingern, die für mich neue Trockenpinsel-Zeichentechnik zu erproben. Ich nahm mir das Foto von T. vor - es ist ein anderes, das ich noch gespeichert hatte, weil mir ihr Gesichtsausdruck auf dem Foto besser gefällt. Hier ein erster Eindruck:



Was ich beim Anwenden der neuen Technik an mir beobachtet habe:
  • Das Zeichnen mit Pinsel erfordert mehr Zeit, weil man mit dem fast völlig ausgestrichenen Pinsel unzählige Male über das Papier streicht, um die feinen Schattierungen zu erzeugen.
  • Was man beim Zeichnen mit Bleistift mit dem Papierwischer hinterher weich zeichnet, geschieht bei dieser Pinsel-Technik von Anfang an. Die Schattierungen müssen dabei aber auch von Anfang an gleich passender getroffen werden.
  • Man kann die Ölfarbe durchaus auch radieren, aber weniger, um Korrekturen vorzunehmen. Die Fehler sind danach sehr schlecht wieder auszugleichen. Sehr wohl lassen sich Lichtreflexe herausradieren, sogar mit viel besserer Wirkung als beim Zeichnen mit Bleistift. 
  • Die Übergänge sind beim Zeichnen mit Pinsel viel fließender. 
  • Das Zeichnen scharfer Konturen und kräftiger Striche ist mit dem ausgestrichenen Pinsel erheblich schwieriger. Eine Lösung für dieses Problem besteht darin, dass man für solche Bereiche (z. B. die Augen) zusätzlich Bleistifte verwendet.
  • Ich empfinde diese Technik als deutlich feiner. Die Darstellungsmöglichkeiten sind viel genauer, man kann viel mehr differenzieren. Dafür bedarf es aber auf jeden Fall auch mehr Übung, die mir noch fehlt. Also will ich jetzt weiter üben ... kein Meister ist vom Himmel gefallen!

Donnerstag, 19. Juni 2014

Der Mund und die Nase - eine zweite Übung mit Dry Brush

Heute habe ich eine zweite Übung durchgeführt. Zeichentechnisch habe ich mich fast nur auf verschiedene Pinsel beschränkt, die ich mir heute Morgen in unserer Kleinstadt besorgt habe. Ich erkenne nun aber, dass ich doch mal in einer größeren Stadt in einen Handel für Künstlerbedarf gehen muss, denn die erwünschte schwarze Ölfarbe kann ich bei uns nicht erhalten. Also habe ich erst mal nur mit Graphit von einem 8B-Bleistift gearbeitet. Auch das ist eine Lösung, die mir aber noch nicht so ganz gefällt. Auf jeden Fall bedarf es noch der einen oder anderen Übung, um mit dieser Technik zu arbeiten. Das Ergebnis dürfte feiner, differenzierter, weicher und realistischer ausfallen. Passend zu einer "kleinen Prinzessin". ;-)

Zeichen ist üben, üben, üben!

Hier das verwendete Material (nicht aus dem Künstlerbedarfs- sondern aus dem normalen Schreibwarenhandel) - eine vorläufige Lösung:
  • 1 Pinsel MILAN Gr. 00 (feine Striche)
  • 1 Pinsel MILAN Gr. 1 (etwas breitere Striche)
  • 1 Pinsel CONNECT Gr. 6 (noch breitere Striche)
  • 1 Kosmetikpinsel, abgerundet (flächiges Schattieren)
  • 1 Bleistift 2B (zum Zeichnen dunkler Stellen)
  • 1 Bleistift 8B (für das Graphit auf dem Papier - quasi als Palette)
  • 1 Bleistift 6H (mein härtester Bleistift - für feine Konturen)
  • 1 Radierstift GERMANY PERFECTION 7057 (zum Herausholen von z. B. Reflexen)
  • 1 Estompe (Papierwischer zur Betonung dunklerer Stellen)



Zur Technik:
Mit den verschiedenen Pinseln nehme ich das Graphit von dem kleinen Blöckchen und verwische es dann auf dem Papier. Dies muss sehr aufmerksam und sorgfältig geschehen, damit man die unterschiedlichen Helligkeitsgrade richtig trifft.

Mittwoch, 18. Juni 2014

Eine erste Übung ...

Heute habe ich mich zunächst intensiv mit verschiedenen Portraitzeichnern im Internet beschäftigt. Was kann man von ihnen lernen? Ich stieß auf eine noch genauere Methode des Zeichnens, das sich Dry Brush Technique nennt. Für diese Methode braucht man bestimmte Pinsel und Ölfarbe. Nun will ich bei dem dritten Kinderportrait nicht von der bisherigen Methode des Zeichnens mit Bleistift abweichen, denn die Bilder sollen zusammen passen, und doch kann ich die Dry-Brush-Methode im Ansatz verwenden. So kann man mit dem weichsten Bleistift eine Fläche auf einem extra Stück Papier dick bemalen und davon mit einem Pinsel Graphit abnehmen, um dann das Gesicht sehr fein zu schattieren. Das habe ich insbesondere bei der Vorübung heute erprobt und es sind tatsächlich viel feinere Schattierungen möglich. Das Ergebnis des heutigen Abends (die Augen sind noch nicht gut gelungen, da ich mich mehr auf das Schattieren konzentriert habe):


Am Freitag komme ich ins Schreibwarengeschäft und werde mir dort noch einige geeignetere Pinsel besorgen. Dann fange ich noch einmal von vorne an, lieber auch bei Tageslicht.