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Sonntag, 22. November 2015

Portrait - einmal anders

Wir ziehen uns zurück aus dem kalten und ungemütlichen Novembergrau. Was bietet sich da Schöneres an, als drinnen eine neue Zeichnung anzufertigen? Inzwischen hat meine Schreibtischlampe eine LED-Birne, die dem Tageslicht sehr ähnelt. So kann ich auch zeichnen, wenn kein Tageslicht mehr durchs Fenster kommt.

Das neue Projekt soll ein Geschenk für einen mir sehr nahe stehenden Menschen werden. Und dieses Mal wage ich mich auch an eine neue Portraitform - einen Gesichtsausschnitt. Lange habe ich am Foto digital herumgeschnipselt, bis ich den Ausschnitt hatte, den ich nun zeichnen möchte. 

Es geht los ... wie immer mit (einem) Auge:





Donnerstag, 24. September 2015

Urlaub - Zeit zum Zeichnen eines neuen Portraits

In einem skandinavischen Urlaub muss man immer mal mit Regenwetter rechnen. Daher hatte ich mir für unsere Zeit in Norwegen meine Zeichenstifte mitgenommen. Dieses Mal habe ich ein Frauenportrait gezeichnet - nicht ganz jung, aber auch noch nicht ganz alt. 
Mit Brille, die durchsichtig ist und mit einer Kette aus Mondsteinperlen, die auch durchsichtig sind. Nicht ganz einfach. Eine neue Herausforderung!

Es geht los ...

Zuerst lege ich die Augen mit Brille fest,
 dann auch ganz zart angedeutet Nase und Mund

Augen und Brille werden zuerst ausgearbeitet,
so schaue ich der Frau in die Augen,
was mir gefühlsmäßig die Arbeit erleichtert.

Das linke Brillenglas erhält seine Kontur u. a. durch die Nase,
also zeichne ich diese bereits jetzt im Ansatz.
Man beachte die Schatten, die innen auf dem linken Brillenbügel erscheinen
Auch auf das linke Auge wirft die Brille einen großen Schatten.
Das Foto wurde mit Blitz gemacht.

Augen, Nase, Mund - die Wangen
erhalten Plastizität durch das Anlegen von Schatten,
die Zähne sind besonders schwierig,
denn sie sind nie reinweiß,
sondern werden erst durch feinste Schattierungen an den Rändern realistisch.
Der Mund gefällt mir in seiner Ausführung noch gar nicht.

Das rechte Ohr mit seinen Faltungen, Vertiefungen - sitzt!

Der Hals enthält Muskeln und Sehnen,
die an der Oberfläche sichtbar werden.
Die Brille ist vollständig ausgearbeitet.
Die Brillenbügel sind in der Realität leuchtend rot,
der Brillenrahmen komplett durchsichtig.

Endlich wird die Kopfgröße sichtbar.

Die Durchsichtigkeit der Perlenkette
war eine besondere Schwierigkeit.
Wie etwas Durchsichtiges trotzdem sichtbar machen?
Indem man das Sichtbare drumherum
besonders sorgfältig zeichnet
und in den Perlen feinste Schattierungen anbringt.

Nach dem Zeichnen des Hintergrunds
(Plisseerollos am Fenster
und dahinter eine Terrassenmarkise)
ist das Bild fertig!

Freitag, 31. Juli 2015

Schluss für heute!

Heute möchte ich den ganzen Zeichenprozess nochmal in direkter Abfolge zeigen. 

Dazu folgender Tipp:
Klicke das erste Bild an, so dass sich ein neues Fenster öffnet. Nun scrolle mit dem Mausrädchen durch. So wird ein Bild durch das nächste abgelöst und Du siehst die direkte Abfolge.

Das jeweilige Tagesergebnis abzufotografieren, ist nicht immer ganz leicht. Die jeweiligen Lichtverhältnisse spielen eine große Rolle. In Wirklichkeit wirkt die Zeichnung weicher als auf dem Bildschirm.












Ohne Kommentar



Montag, 27. Juli 2015

Für heute Schluss

Inzwischen ist es mir zu dunkel. Es gießt draußen in Strömen. Das Tageslicht ist stark eingeschränkt. Also mache ich für heute Schluss. Immerhin habe ich die Konturen bereits leicht angedeutet. So wird das Gesicht langsam komplett.



Wie Phönix aus der Asche

Auch, wenn ich jetzt schon einige Portraits gezeichnet habe, ist es für mich doch jedes Mal ein überwältigendes Gefühl, wenn ich nach einer Zeichenphase zurücktrete und das Gesicht aus dem Untergrund quasi auftauchen sehe. So als ob ich eine große Schüssel Milch vor mir hätte, aus dem das Gesicht nach und nach in Erscheinug tritt. Ja, das beschreibt mein Gefühl sehr gut.

Nun kann sie schon "sehen", die alte Dame, sie kann "atmen" und "sprechen". Da ich sie kenne, höre ich inzwischen beim Zeichnen auch ihre Stimme. So wächst die Freude in mir, auch die Freude auf etwas, nämlich den Moment, in dem ich das Bild ihrer Tochter überreichen werde und später die Reaktion der Dame selbst, von der mir ihre Tochter sicher berichten wird.

All dieses Lebendige fördert wiederum den Zeichenvorgang. Ich bin mit ganzem Herzen dabei. 


Heute habe ich die Brille mit leichten Spiegelungen versehen, was sie noch echter aussehen lässt. Das Lächeln hat mir besonders viel Spaß gemacht. Ich weiß ja, welche persönlichen Züge dahinter stecken ... ich kenne das Liebenswerte an diesem Menschen!


Mein Zeichenplatz ... und ein Blick aufs Ganze:


Donnerstag, 23. Juli 2015

Spuren eines reichen Lebens

Eine neue Zeichnung steht an - das Portrait einer alten Dame. Dieses Mal ist der Beginn eine große Herausforderung, weil die Augen hinter einer Brille - ja fast versteckt sind. Die Brille dunkelt zudem auch noch ab. Mal sehen, wie ich dem gerecht werden kann.