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Donnerstag, 24. September 2015

Urlaub - Zeit zum Zeichnen eines neuen Portraits

In einem skandinavischen Urlaub muss man immer mal mit Regenwetter rechnen. Daher hatte ich mir für unsere Zeit in Norwegen meine Zeichenstifte mitgenommen. Dieses Mal habe ich ein Frauenportrait gezeichnet - nicht ganz jung, aber auch noch nicht ganz alt. 
Mit Brille, die durchsichtig ist und mit einer Kette aus Mondsteinperlen, die auch durchsichtig sind. Nicht ganz einfach. Eine neue Herausforderung!

Es geht los ...

Zuerst lege ich die Augen mit Brille fest,
 dann auch ganz zart angedeutet Nase und Mund

Augen und Brille werden zuerst ausgearbeitet,
so schaue ich der Frau in die Augen,
was mir gefühlsmäßig die Arbeit erleichtert.

Das linke Brillenglas erhält seine Kontur u. a. durch die Nase,
also zeichne ich diese bereits jetzt im Ansatz.
Man beachte die Schatten, die innen auf dem linken Brillenbügel erscheinen
Auch auf das linke Auge wirft die Brille einen großen Schatten.
Das Foto wurde mit Blitz gemacht.

Augen, Nase, Mund - die Wangen
erhalten Plastizität durch das Anlegen von Schatten,
die Zähne sind besonders schwierig,
denn sie sind nie reinweiß,
sondern werden erst durch feinste Schattierungen an den Rändern realistisch.
Der Mund gefällt mir in seiner Ausführung noch gar nicht.

Das rechte Ohr mit seinen Faltungen, Vertiefungen - sitzt!

Der Hals enthält Muskeln und Sehnen,
die an der Oberfläche sichtbar werden.
Die Brille ist vollständig ausgearbeitet.
Die Brillenbügel sind in der Realität leuchtend rot,
der Brillenrahmen komplett durchsichtig.

Endlich wird die Kopfgröße sichtbar.

Die Durchsichtigkeit der Perlenkette
war eine besondere Schwierigkeit.
Wie etwas Durchsichtiges trotzdem sichtbar machen?
Indem man das Sichtbare drumherum
besonders sorgfältig zeichnet
und in den Perlen feinste Schattierungen anbringt.

Nach dem Zeichnen des Hintergrunds
(Plisseerollos am Fenster
und dahinter eine Terrassenmarkise)
ist das Bild fertig!

Freitag, 31. Juli 2015

Schluss für heute!

Heute möchte ich den ganzen Zeichenprozess nochmal in direkter Abfolge zeigen. 

Dazu folgender Tipp:
Klicke das erste Bild an, so dass sich ein neues Fenster öffnet. Nun scrolle mit dem Mausrädchen durch. So wird ein Bild durch das nächste abgelöst und Du siehst die direkte Abfolge.

Das jeweilige Tagesergebnis abzufotografieren, ist nicht immer ganz leicht. Die jeweiligen Lichtverhältnisse spielen eine große Rolle. In Wirklichkeit wirkt die Zeichnung weicher als auf dem Bildschirm.












Ohne Kommentar



Montag, 27. Juli 2015

Für heute Schluss

Inzwischen ist es mir zu dunkel. Es gießt draußen in Strömen. Das Tageslicht ist stark eingeschränkt. Also mache ich für heute Schluss. Immerhin habe ich die Konturen bereits leicht angedeutet. So wird das Gesicht langsam komplett.



Wie Phönix aus der Asche

Auch, wenn ich jetzt schon einige Portraits gezeichnet habe, ist es für mich doch jedes Mal ein überwältigendes Gefühl, wenn ich nach einer Zeichenphase zurücktrete und das Gesicht aus dem Untergrund quasi auftauchen sehe. So als ob ich eine große Schüssel Milch vor mir hätte, aus dem das Gesicht nach und nach in Erscheinug tritt. Ja, das beschreibt mein Gefühl sehr gut.

Nun kann sie schon "sehen", die alte Dame, sie kann "atmen" und "sprechen". Da ich sie kenne, höre ich inzwischen beim Zeichnen auch ihre Stimme. So wächst die Freude in mir, auch die Freude auf etwas, nämlich den Moment, in dem ich das Bild ihrer Tochter überreichen werde und später die Reaktion der Dame selbst, von der mir ihre Tochter sicher berichten wird.

All dieses Lebendige fördert wiederum den Zeichenvorgang. Ich bin mit ganzem Herzen dabei. 


Heute habe ich die Brille mit leichten Spiegelungen versehen, was sie noch echter aussehen lässt. Das Lächeln hat mir besonders viel Spaß gemacht. Ich weiß ja, welche persönlichen Züge dahinter stecken ... ich kenne das Liebenswerte an diesem Menschen!


Mein Zeichenplatz ... und ein Blick aufs Ganze:


Donnerstag, 23. Juli 2015

Spuren eines reichen Lebens

Eine neue Zeichnung steht an - das Portrait einer alten Dame. Dieses Mal ist der Beginn eine große Herausforderung, weil die Augen hinter einer Brille - ja fast versteckt sind. Die Brille dunkelt zudem auch noch ab. Mal sehen, wie ich dem gerecht werden kann.




Sonntag, 14. Juni 2015

Meine sieben wichtigsten persönlichen Blogregeln


Abwesenheit in sozialen Netzwerken (Twitter, Facebook, Instagram etc.)

Das führt dazu, dass ich keine 3789 Freunde habe (schade, oder?), dafür habe ich einige wenige reale FreundInnen, die mir wirklich etwas bedeuten und auf die ich mich verlassen kann, wenn ich mal in Not bin. Sie kann ich beim Begrüßen und Verabschieden herzlich umarmen (wie schööön!) und dazwischen bereichernden Austausch pflegen.
Es gibt zwei, drei wenige internette Ausnahmen – die nur deswegen so intensiv sind, weil ich ohne soziale Netzwerke Zeit übrig habe, sie zu pflegen. Weniger ist mehr!!! 



Bei Verlusten gut gelaunt bleiben

Es kam hier und da vor, dass einmal entstandene und gewachsene herzliche Beziehungen, die durch das Bloggen entstanden, unmerklich im Sande verliefen. Diesen Beziehungen laufe ich nicht hinterher. Auf einer höheren,  beiden Personen gemeinsamen Ebene wird es einen Grund dafür geben. Auch wenn ich in einer solchen Beziehung den letzten Laut gegeben habe, bin ich nicht traurig. Das Gegenüber geht seinen Weg, der nur ihm bestimmt ist, so wie ich meinen gehe. Ich danke dem Menschen still und leise mit einem Lächeln in meinem Herzen für all die lieben Worte und Bereicherungen, die ich durch ihn erfahren habe und verzichte darauf, das Gute zwischen uns durch langes Diskutieren über mögliche Gründe zu zerstören.
DANKE an Dich, wenn Du Dich angesprochen fühlst. Ich bewahre Dich auf ewig in meinem Herzen …  ♥♥ (und bleibe immer offen für Wiederbegegnung)



Nicht zu viele Details aus dem Leben erzählen

Ich erzähle im Blog nur Dinge, die ich auch Menschen auf der Straße erzählen würde, wenn ich mit ihnen aus irgendeinem Grunde ins Gespräch komme. Ich folge dabei meinem Gefühl. Wird das Gespräch uns beide bereichern oder nerve ich mein Gegenüber nur damit?
In meinen Blogs werden eh nur die Menschen zu lesen beginnen und dabei bleiben, die ein Interesse am Erzählten haben, die sich angesprochen fühlen. Andere werden mein Blog verlassen.
Andererseits können auf diesem Wege auch tiefe Freundschaften entstehen. Lassen wir uns einfach überraschen …



Lange Texte schreiben

Wer lange Texte schreibt, wird nur von denen gelesen, die echtes Interesse haben. Will ich MEHR Leser haben? Wozu das? Ich finde keinen einzigen Grund, der dafür spricht (siehe erste Regel).



Auf Kommentare nur antworten, wenn man Lust dazu hat

Wenn jemand sich die Mühe macht, mir einen Kommentar zu schreiben, freue ich mich wie ein kleines Kind darüber. Ich gehe aber nur darauf ein, wenn ich gerade in Laune dazu bin oder locker Zeit dazu habe. Ein „Oh-da-MUSS-ich-aber-schreiben-das-war-so-nett“-Kommentar kommt mit Sicherheit nicht so an, wie ich es wünschen würde. Dann lasse ich es lieber bleiben.
Wenn ich aber schreibe, dann kommt es von ganzem Herzen …



Nur selten Kommentare in andere Blogs schreiben

Ich schreibe nicht gern Kommentare der Art:
Toll gemacht!
Gefällt mir!
Wie immer super!
Wenn ich einen Kommentar schreibe, dann habe ich dem Adressaten wirklich etwas zu sagen. Das kann auch mal konstruktive Kritik sein, auf jeden Fall aber ist es etwas, womit ich wirklich nur diese Person anspreche. Ich würde z. B. auf blinde Links aufmerksam machen oder auf offensichtliche Fehler, die der/die BloggerIn übersehen hat. Darüber würde ich mich schließlich auch freuen.
Die oben beispielhaft aufgeführten Kommentare könnte ich auch gleich in einer Kommentare-Datei speichern und dann für x-beliebige Blogs kopieren und einfügen. Eben … es wären nur Kopien. Ich mag aber Originales!



Unregelmäßig oder über lange Zeit gar nicht posten

Ich poste nur, wenn ich das Gefühl habe, dass ich etwas gern mit anderen teilen möchte und wenn ich Zeit dafür übrig habe. Warten aber gerade ein paar Blumen im Garten darauf, dass ich sie mit Pflege verwöhne oder ich will 10 Gläser Marmelade kochen, dann eben „no post“.
Manchmal landet die jeweilige Aktion dann aber doch im Blog … weil sie mir so viel Freude gemacht hat. Alles ist möglich …




Nun meine Frage an Dich – wenn Du Dich angesprochen fühlst und Zeit und Lust zum Kommentieren hast:

Solltest Du auch ein Blog schreiben … welches sind Deine Blogregeln?
Vielleicht habe ich etwas Wichtiges vergessen???