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Dienstag, 5. August 2014

Nur noch ein Eckchen ...

Viel fehlt nun nicht mehr. Nur noch ein kleines Eckchen unten links.


Eine weiße Bluse ... niemals ganz weiß, wenn man richtig hinschaut ... eine weißer Rolli, auch nicht schneeweiß ... da muss man mit viel Feingefühl herangehen, um die Schatten richtig herauszubringen. Aber genau solche Stellen machen dann besonders viel Spaß, vorausgesetzt, man ist gut im "Flow". Wenn dabei allerdings ständig jemand hereinkäme und etwas von einem wollte, müsste man abbrechen und einen anderen Zeitpunkt wählen.

Da heißt es dann "mit den Augen wandern" ... hin und her ... vom Foto zur Zeichnung und wieder zurück ... immer wieder beobachten, ob die Abstufungen denen auf dem Original in etwa entsprechen. Bestimmt die Hälfte der Zeichenzeit besteht daher aus Sehen, Sehen und nochmals Sehen. Und dann kommt mein "bester Kritiker" und beurteilt mit. Dabei stelle ich fest, dass er freier herangeht, andere Dinge sieht als ich. Gut so!

Montag, 4. August 2014

Von der Schwierigkeit der Darstellung

Scan oder Foto? Wie lässt sich eine Zeichnung am besten digital wiedergeben? Gar nicht im Grunde genommen. Nichts reicht an die Feinheit des Originals heran. Trotzdem hier einmal zum Vergleich der derzeitige Stand - nie bin ich so recht zufrieden:


Die Scanaufnahme ist zu kontrastreich und lässt sich auch nach digitaler Korrektur nicht so fein darstellen, wie sie im Original erscheint. Das Foto dagegen gerät mir immer zu dunkel. Helle ich es digital auf, so werden die Kontraste zu schwach. Erhöhe ich diese wiederum, müsste ich die Helligkeit wieder ändern. Beides habe ich optimal abgeglichen. Das Ergebnis ist immer verfälscht.
Ich hoffe nur, dass in Kürze im Copyshop die digitale Technik feiner ist als mein Scanprogramm, denn ich möchte für mich ja optimale Kopien haben.

Morgen wird es mit der Zeichnung weitergehen. (Til Mama Th. ... jeg gleder meg sånn til den øyeblikk ... ;-) ... snart!!!)

Sonntag, 3. August 2014

Tagesrückschau mit Betthupferl

Zum richtigen Zeichnen fehlt mir derzeit die Geduld. Zu heiß ist es in meinem Zeichenstübchen unter dem Dach. Am Tage sitze ich gern im Schatten unter der Markise und stricke zu kühlen Getränken. Dabei genieße ich die neu aufgegangenen Blüten meiner Wunderblume, die dieses Jahr aus einer Knolle wuchs, nachdem ich sie letztes Jahr aus Samen herangezogen hatte.

Die Blüten, die ich groß fotografiert habe, stammen alle von einer einzigen Pflanze, daher auch der Name Wunderblume. Sie öffnet ihre Blüten erst am späten Nachmittag und schließt sie wieder am nächsten Morgen gegen elf Uhr. Ein zauberhafter Duft strömt von ihr her, wenn ich abends in ihrer Nähe sitze.




Heute Abend las ich meine Mails, nutzte nochmal kurz das Scribbletool, ließ mich ein wenig von der Wunderblume inspirieren und heraus kam dies:


Nun wird es Zeit zum Schlafengehen, wenn ich bei der Hitze unterm Dach (ca. 28°C) überhaupt schlafen kann ...

Sonntag, 27. Juli 2014

Ja! So gefällt sie mir besser ...

Gestern habe ich wieder T. gezeichnet, neu angefangen, dieses Mal mit Bleistiften, aber auch mit Pinseln. Ich habe für mich herausgefunden, dass man Dry Brush und Bleistift sehr gut kombinieren kann. Wenn ich eine Fläche z. B. mit Bleistift vorsichtig schraffiert habe, verteile ich das Graphit anschließend gleichmäßig mit dem Pinsel (Wischtechnik). Dabei entstehen sehr weiche Übergänge. Mit Ölfarbe ist das sehr viel schwieriger, weil Öl auf dem Papier stark haftet und leicht fleckig wird. Da ich großen Wert auf einen weichen, sanften Ausdruck lege, ist für diesen Zweck, für das Zeichnen von Portraits die Kombimethode meines Erachtens geeigneter, außer man beabsichtigt einen anderen Effekt ausdrücklich. Oder mir fehlt noch das Geschick ... das gebe ich zu. Es gibt ja Portraitkünstler, bei denen die Zeichnungen auch mit Ölfarbe nicht fleckig aussehen.

Das neu angefangene Portrait wird T. schon jetzt mehr gerecht, obwohl ich an der Gesichtsfläche noch weiter arbeiten werde. Es ist auch mit Bleistift möglich, das Gesicht noch etwas dunkler zu gestalten, aber das will ich erst entscheiden, wenn alles auf dem Papier ist. So wird sie sich auch in das Kinder-Terzett zeichentechnisch besser einfügen. 


Donnerstag, 24. Juli 2014

Mittwoch, 23. Juli 2014

Großer Anlauf ...

Nachdem ich das Dry-Brush-Portrait (nur halbwegs zufrieden) beendet habe, soll es hier erst einmal einen digitalen Rahmen bekommen:


Für sich allein sieht das Portrait ja nicht so schlecht aus, aber es entspricht dem realen Gesicht noch nicht gut genug. Die Augenpartie stimmt nicht (T.'s typischer Blick fehlt mir - der Schalk in den Augen), auch der Mund muss anders geneigt sein. Irgendwie kommt es mir so vor, als habe ich nicht ein 6-jähriges, sondern ein 12-jähriges Mädchen gezeichnet. Mit der Erfahrung bei dieser Zeichnung werde ich nun noch einmal beginnen, dieses Mal dann mit der mir schon besser vertrauteren Bleistifttechnik. Natürlich werde ich die andere Technik bei meinen nächsten Projekten weiter verfeinern.

Es gibt noch einen Grund zur Neuanfertigung: In der Geschwistergruppe setzt sich die Zeichnung zu sehr ab. Ölfarbe ist - auch wenn sie in zarten Tönen aufgebracht wird - immer kräftiger als Graphit. Hier ein Eindruck:


Das Bild des Jungen N. ist in Wirklichkeit heller, ist nur auf dem Foto wegen der Lichtverhältnisse im Raum nicht so gut ausgeleuchtet.

Der Zeichengrund für das neue Mädchenportrait von T. ist bereits vorbereitet und ich freue mich schon auf das Beginnen.

Kleinkunst zur Entspannung zwischendurch


Bei Hitze (28°C) auf der Terrasse gekritzelt ... ein kleines Mandala. Es wird die Sammlung auf der Dielenwand ergänzen. Größe: 10cm x 10cm

Montag, 21. Juli 2014

Kritik - transparent gemacht

Nein, ich bin noch nicht fertig. Aber mir ist eben eine Idee gekommen, wie ich zeigen kann, was an meiner Zeichnung noch zu kritisieren ist. Man sieht es auch so, weiß aber vielleicht nicht genau, woran es liegt. Lege ich das Originalfoto digital auf die Zeichnung und erhöhe nach und nach die Transparenz des Originalfotos, so kommt die Zeichnung immer mehr zum Vorschein. Dabei wird sichtbar, was noch nicht passt oder woran genau es nun liegt, dass ich das Gefühl habe, dass etwas noch nicht stimmt. Ich empfehle, das erste Bild anzuklicken. Es wird sich ein neues Fenster öffnen, in dem man durch Scrollen mit der Maus alle Bilder in Folge vorwärts oder rückwärts sehen kann.












Der Streifen an der linken Seite macht sichtbar, wie weit ich das Foto bereits transparent gemacht habe - ein kleiner Trick ...

Eigentlich stimmt alles schon recht gut, aber das vom Betrachter aus rechte Auge sitzt etwas zu tief und ist eine Winzigkeit zu groß. Der Mund geht auf dem Foto rechts etwas hoch, auf der Zeichnung ist er zu gerade.

Da ich die Zeichnung mit Bleistift wiederholen werde, kann ich auf diese Fehler von Anfang an achten.

Ansonsten bin ich dafür, dass dies meine erste Öl-Portraitzeichnung mit Pinsel ist, schon recht zufrieden mit mir.

P.S.:
Ich habe jetzt selbst die Bilderserie mehrmals hintereinander vorwärts und rückwärts durchgescrollt. Dabei ist mir aufgefallen, dass das Mädchen im Original deutlich kräftiger lächelt. Mein bester Kritiker hat es im Gefühl gehabt: "Irgendwie hast du ihren inneren Ausdruck noch nicht getroffen. Das ist nicht wirklich T.!"

Kleine Spielerei in der Zeichenpause

So sieht das Portrait jetzt aus ... puuuuh! Ich brauche eine Pause. Es sind soooo viele kleine Schritte, in denen sich das Bild verändert. In der Pause gönne ich mir eine kleine Spielerei, bevor ich erzähle, wie es weitergehen wird und was ich beim Zeichnen selbst beobachte (und mein bester Kritiker):

Die Originalzeichnung - sie wird weicher

Mit meiner Handykamera habe ich die Zeichnung fotografiert und sie dann in meinem PC verschiedenen digitalen Effekten unterzogen. Die Ergebnisse ... 











Im nächsten Post dann etwas zur Annäherung an die realen Gesichtszüge. Damit bin ich (und auch mein bester Kritiker) noch gar nicht zufrieden.