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Sonntag, 20. Juli 2014

Üben, üben, üben!

Die neue Technik fällt mir doch nicht so leicht, wie ich zuerst dachte. Es liegt aber auch an meinem Anspruch. Ölfarbe wird beim Zeichnen mit dem Pinsel sehr schnell zu dunkel oder auch fleckig. Man glaubt immer erst gar nicht, dass ein fast völlig ausgestrichener Pinsel noch immer Farbe abgibt. Heute bin ich mit dem Mädchen T. schon recht gut vorangekommen, aber ich bin noch gar nicht zufrieden. Aber auch der Übungsweg gehört dazu. Deswegen zeige ich hier auch meine Übungen. Wenn ich das Gesicht fertig habe, kann es sehr gut sein, dass ich das Mädchenportrait dann doch mit Bleistift und nicht mit Pinsel zeichne. Im Vergleich zu den beiden Jungen wird es auf jeden Fall dunkler sein, wenn ich mit Pinsel und Ölfarbe zeichne. Man sieht die unterschiedliche Materie. Graphit gegen Öl.

Hier mein heutiges Übungsergebnis:

Mädchenportrait in Dry Brush Technique mit Ölfarbe und Pinsel (scharfe Details mit Bleistift)


Es ist kein Meister vom Himmel gefallen, aber ich bin sicher, dass häufiges Zeichnen auch Verbesserung bringt. 

Meine weitere Planung:
  • Dieses Portrait in der begonnenen Technik fertig zeichnen
  • Das Portrait mit Bleistift wiederholen (was sehr spannend wird, da ich zum ersten Mal direkt vergleichen kann)
  • Tutorials suchen mit Tipps zur Verbesserung
LERNEN MACHT SPASS!



Sonntag, 13. Juli 2014

Vergessen - Original und Zeichnung


Kleine Dry-Brush-Übung: Muminmama

Was ich mir wohl ausgesucht habe? Einen meiner Lieblinge - die Mama aus der Muminfamilie! Tädääää ... da ist sie:


Das Schwierigste sind feine Linien. Dafür habe ich an manchen Stellen dann doch Bleistifte verwendet. Warum auch nicht? - Und warum sieht das Gezeichnete so viel gröber aus? Das liegt am Papier (weißes Öko-Künstlerpapier von FABRIANO). Ich würde es für Dry Brush nicht wieder verwenden, außer man beabsichtigt gerade eine gröbere Darstellung, was ja auch mal ganz reizvoll sein kann.
Die Portraitübung von dem Mädchengesicht habe ich auf einem Skizzenblock (BRUNNEN, kräftiges, holzfreies Zeichenpapier) gezeichnet und das Papier ist sehr viel feiner. Vielleicht sollte ich mir noch glatteres Zeichenpapier besorgen.

Die Ruhe nach dem Tun

Jedes Mal, wenn ich etwas gezeichnet habe - auch, wenn es noch nicht fertig ist - folgt eine Betrachtung. Dabei erfreue ich mich an bereits Gelungenem, gehe selbstkritisch an das Gezeichnete heran, plane, was ich beim nächsten Mal anders oder besser machen will. So sieht es dann bei mir aus:

Die Bilder auf der Staffelei sind auf dem Foto etwas verzerrt

Das Mädchenportrait habe ich als Übung heute in mein Skizzen- und Übungsbuch geklebt. Vielleicht ist beim Vergleichen bereits zu erkennnen, dass mit Pinsel und Öl gezeichnete Bilder ausdrucksstärker aussehen. Der auf das Papier aufgebrachte "Stoff" ist eben auf Ölbasis hergestellt und besteht nicht aus Graphit. 

Bevor ich mich erneut an das Mädchenportrait begebe, will ich ein paar andere Übungen mit Dry Brush Technique praktizieren. Mal sehen, was mir da in den Sinn kommt ...

Mein Werkzeug für Dry Brush

Ein paar Erläuterungen zum Werkzeug und zur Technik:

Als einzige Farbe verwende ich eine Tube NORMA PROFESSIONAL Elfenbeinschwarz von Schmincke, eine hochwertige Künstler-Ölfarbe. Aus der Tube wird nur ein erbsengroßes Stück auf mehrlagiges Küchenkrepp gedrückt. Man geht mit dem Pinsel der Wahl in die Farbe hinein und streicht dann den Pinsel fast vollständig auf dem Küchenkrepp wieder aus. Er behält noch genügend Restfarbe, um damit zeichnen zu können. Die unterschiedlichen Schattierungen entstehen durch die unterschiedliche Anzahl von Pinselstrichen (es sind unzählig viele!). So entsteht vor dem Auge langsam und wie durch Zauberhand das Gesicht.


Als Pinsel habe ich für die Zeichenübung aus dem letzten Post (Mädchengesicht) nur diese drei verwendet: daVinci Nova Synthetics Nr. 5/0 und Nr. 2 und einen ganz gewöhnlichen Kosmetikpinsel. Mit den beiden feinen Pinseln zeichne ich schärfere Linien oder kleine Flächen, mit dem Kosmetikpinsel größere Flächen.


Diese Bleistifte verwende ich: FABER CASTELL 9000 (Wasserlack) in den Härtegraden F zum Vorzeichnen und 2B und 4B zum Zeichnen von feinen Details.


Außerdem gebrauche ich einen gut gespitzten Radierstift und ein mit dem scharfen Federmesser spitz zugeschnittenes Radiergummi für Reflexe und Aufhellungen. Der Staubpinsel befreit die Papierfläche zwischendurch immer wieder von Graphitstaub oder Radierfusseln.


Im Internet gibt es eine Vielfalt von Videos zum Erlernen der Dry Brush Technique, z. B. diesen von Lineke Lijn, die gleich auch den Unterschied zwischen Bleistiftzeichnung und Dry Brush Technique zeigt.

Erste Übung in Dry Brush Technique

Zurück von einer kleinen Reise, auf der ich mir die passenden Pinsel und die Tube schwarze Ölfarbe besorgt habe, kribbelte es mir in den Fingern, die für mich neue Trockenpinsel-Zeichentechnik zu erproben. Ich nahm mir das Foto von T. vor - es ist ein anderes, das ich noch gespeichert hatte, weil mir ihr Gesichtsausdruck auf dem Foto besser gefällt. Hier ein erster Eindruck:



Was ich beim Anwenden der neuen Technik an mir beobachtet habe:
  • Das Zeichnen mit Pinsel erfordert mehr Zeit, weil man mit dem fast völlig ausgestrichenen Pinsel unzählige Male über das Papier streicht, um die feinen Schattierungen zu erzeugen.
  • Was man beim Zeichnen mit Bleistift mit dem Papierwischer hinterher weich zeichnet, geschieht bei dieser Pinsel-Technik von Anfang an. Die Schattierungen müssen dabei aber auch von Anfang an gleich passender getroffen werden.
  • Man kann die Ölfarbe durchaus auch radieren, aber weniger, um Korrekturen vorzunehmen. Die Fehler sind danach sehr schlecht wieder auszugleichen. Sehr wohl lassen sich Lichtreflexe herausradieren, sogar mit viel besserer Wirkung als beim Zeichnen mit Bleistift. 
  • Die Übergänge sind beim Zeichnen mit Pinsel viel fließender. 
  • Das Zeichnen scharfer Konturen und kräftiger Striche ist mit dem ausgestrichenen Pinsel erheblich schwieriger. Eine Lösung für dieses Problem besteht darin, dass man für solche Bereiche (z. B. die Augen) zusätzlich Bleistifte verwendet.
  • Ich empfinde diese Technik als deutlich feiner. Die Darstellungsmöglichkeiten sind viel genauer, man kann viel mehr differenzieren. Dafür bedarf es aber auf jeden Fall auch mehr Übung, die mir noch fehlt. Also will ich jetzt weiter üben ... kein Meister ist vom Himmel gefallen!

Donnerstag, 19. Juni 2014

Der Mund und die Nase - eine zweite Übung mit Dry Brush

Heute habe ich eine zweite Übung durchgeführt. Zeichentechnisch habe ich mich fast nur auf verschiedene Pinsel beschränkt, die ich mir heute Morgen in unserer Kleinstadt besorgt habe. Ich erkenne nun aber, dass ich doch mal in einer größeren Stadt in einen Handel für Künstlerbedarf gehen muss, denn die erwünschte schwarze Ölfarbe kann ich bei uns nicht erhalten. Also habe ich erst mal nur mit Graphit von einem 8B-Bleistift gearbeitet. Auch das ist eine Lösung, die mir aber noch nicht so ganz gefällt. Auf jeden Fall bedarf es noch der einen oder anderen Übung, um mit dieser Technik zu arbeiten. Das Ergebnis dürfte feiner, differenzierter, weicher und realistischer ausfallen. Passend zu einer "kleinen Prinzessin". ;-)

Zeichen ist üben, üben, üben!

Hier das verwendete Material (nicht aus dem Künstlerbedarfs- sondern aus dem normalen Schreibwarenhandel) - eine vorläufige Lösung:
  • 1 Pinsel MILAN Gr. 00 (feine Striche)
  • 1 Pinsel MILAN Gr. 1 (etwas breitere Striche)
  • 1 Pinsel CONNECT Gr. 6 (noch breitere Striche)
  • 1 Kosmetikpinsel, abgerundet (flächiges Schattieren)
  • 1 Bleistift 2B (zum Zeichnen dunkler Stellen)
  • 1 Bleistift 8B (für das Graphit auf dem Papier - quasi als Palette)
  • 1 Bleistift 6H (mein härtester Bleistift - für feine Konturen)
  • 1 Radierstift GERMANY PERFECTION 7057 (zum Herausholen von z. B. Reflexen)
  • 1 Estompe (Papierwischer zur Betonung dunklerer Stellen)



Zur Technik:
Mit den verschiedenen Pinseln nehme ich das Graphit von dem kleinen Blöckchen und verwische es dann auf dem Papier. Dies muss sehr aufmerksam und sorgfältig geschehen, damit man die unterschiedlichen Helligkeitsgrade richtig trifft.

Mittwoch, 18. Juni 2014

Eine erste Übung ...

Heute habe ich mich zunächst intensiv mit verschiedenen Portraitzeichnern im Internet beschäftigt. Was kann man von ihnen lernen? Ich stieß auf eine noch genauere Methode des Zeichnens, das sich Dry Brush Technique nennt. Für diese Methode braucht man bestimmte Pinsel und Ölfarbe. Nun will ich bei dem dritten Kinderportrait nicht von der bisherigen Methode des Zeichnens mit Bleistift abweichen, denn die Bilder sollen zusammen passen, und doch kann ich die Dry-Brush-Methode im Ansatz verwenden. So kann man mit dem weichsten Bleistift eine Fläche auf einem extra Stück Papier dick bemalen und davon mit einem Pinsel Graphit abnehmen, um dann das Gesicht sehr fein zu schattieren. Das habe ich insbesondere bei der Vorübung heute erprobt und es sind tatsächlich viel feinere Schattierungen möglich. Das Ergebnis des heutigen Abends (die Augen sind noch nicht gut gelungen, da ich mich mehr auf das Schattieren konzentriert habe):


Am Freitag komme ich ins Schreibwarengeschäft und werde mir dort noch einige geeignetere Pinsel besorgen. Dann fange ich noch einmal von vorne an, lieber auch bei Tageslicht.

Dienstag, 17. Juni 2014

Nun stehen sie lächelnd beieinander!

Nach langer Zeichenpause am Portrait habe ich heute endlich das zweite Jungenportrait fertiggestellt. Da ist es:


Und so werden sie zu zweit nebeneinander auf der Staffelei stehen, bis auch ihre jüngere Schwester dazu kommt. Damit will ich heute noch beginnen.


Der Anfang ist dabei immer so spannend! Die Augen ... der erste Blick ins Gesicht!

Es geht weiter!

Nun habe ich alle kleinen Kritzeleien und Aufgaben fertig und habe wieder Ruhe für die großen Sachen. Doch zuvor ein Foto von dem fertigen Geldgeschenk, eingepackt in Zellophan:


Und jetzt kommt die Birke dran: